Schmidt will Amt als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina niederlegen 11.5.2026 | Bundesministerium für Verteidigung Der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Bundesminister a. D. Christian Schmidt, hat am 11. Mai 2026 angekündigt, sein Amt niederzulegen. Er bat den zuständigen Lenkungsausschuss des Friedensimplementierungsrats, mit der Suche nach einem Nachfolger zu beginnen. Während diese andauert, wird er das Amt weiter ausüben. Wie sein Amt in Sarajevo mitteilte, handelt es sich um eine persönliche Entscheidung Schmidts. Er war von 2005 bis 2013 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Die Funktion des Hohen Repräsentanten wurde im Dezember 1995 im Friedensabkommen von Dayton etabliert, mit dem der Krieg in Bosnien und Herzegowina beendet werden konnte. Um seine Durchsetzungskraft bei der Umsetzung der zivilen Aspekte des Abkommens zu erhöhen, wurde das Amt mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattet. Deutliche Fortschritte erzielt Wie seine Vorgänger wirkte Schmidt konsequent auf den Erhalt der Institutionen des Gesamtstaats von Bosnien und Herzegowina hin. Mit seinen Entscheidungen trat er den sezessionistischen Bestrebungen im Landesteil Republika Srpska entgegen. Weiterhin stellte er mit technischen Anpassungen am Wahlgesetz ein höheres Maß an Transparenz und Integrität bei der Durchführung von Wahlen sicher. Ebenso erarbeitete das Büro des Hohen Repräsentanten konkrete Vorschläge zur immer noch ausstehenden Verteilung des Staatseigentums in Bosnien und Herzegowina. Schmidt erzielte während seiner Amtszeit bedeutende Fortschritte dabei, das Nachkriegsland Bosnien und Herzegowina zu einem funktionierenden Staat zu machen. Zugleich gibt es aber auf diesem Weg noch viel zu tun. Schmidt war von 1990 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestags für die CSU. Von 2005 bis 2013 diente er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, von 2013 bis 2014 war er ebenfalls Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Von 2014 bis 2018 war Schmidt Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft und vom 24. Oktober 2017 bis zur Bildung des vierten Kabinetts von Bundeskanzlerin Angela Merkel im März 2018 übte er kommissarisch das Amt des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur aus. Das Amt des Hohen Repräsentanten trat er nach einem Beschluss des Friedensimplementationsrats zum 1. August 2021 an. Der Erhalt von Frieden und Stabilität in Bosnien und Herzegowina als Grundlage für eine weitere Annäherung des Landes an die Europäische Union und die NATO liegt im Fokus der Bundesregierung. So will sich Deutschland weiterhin mit einem Kontingent der Bundeswehr an der Operation EUFOR Althea beteiligen. von Redaktion der Bundeswehr https://www.bmvg.de/de/aktuelles/hoher-repraesentant-bosnien-herzegowina-ankuendigung-ruecktritt-6101752