Internationale KI-Experten: Spezialisierte KI-Modelle können Energieverbrauch stark reduzieren und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken 13.4.2026 | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz BMUKN-Beratungsgremium überreicht Bundesumweltminister Schneider Empfehlungen für nachhaltige Gestaltung künstlicher Intelligenz Spezialisierte KI-Modelle, etwa in industriellen Anwendungsbereichen, bieten nicht nur große Potenziale für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für den Energie- und Ressourcenverbrauch von KI. Dieser lässt sich im Vergleich zum Einsatz großer, generativer KI-Modelle in vielen Fällen stark reduzieren. Dies ist eine zentrale Handlungsempfehlung der Expertinnen und Experten des Gremiums "KI und Nachhaltigkeit" des Bundesumweltministeriums (BMUKN), um aktuelle Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz nachhaltig zu gestalten. Das unabhängige wissenschaftliche Beratungsgremium sieht energie- und ressourcenschonende KI-Technologien nicht nur als wichtigen Beitrag zum nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen, sondern auch als wichtigen Hebel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa. Die Empfehlungen mit dem Titel "Towards a Sustainable and Competitive AI Economy" wurden Bundesumweltminister Carsten Schneider heute in Berlin überreicht. Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Künstliche Intelligenz gehört immer mehr zu unserem Alltag und zu unserer Wirtschaft. Sie ist ein umkämpfter Zukunftsmarkt. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir dafür sorgen, dass unsere Unternehmen auf diesem Markt vorne mit dabei sind, Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren, und die Umwelt nicht unnötig belastet wird. Hierfür liefern die Empfehlungen des KI-Beratungsgremiums wichtige Impulse. Es gilt nun, Rahmenbedingungen und Anreize weiter so auszugestalten, dass die Position Deutschlands und Europas im Bereich nachhaltiger KI-Technologien weiter gestärkt wird." In ihren Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Gestaltung von KI analysieren die Expertinnen und Experten wesentliche Trends und Entwicklungen im Bereich der KI aus nationaler und europäischer Perspektive. Neben der gezielten Förderung spezialisierter KI-Modelle und KI-Ansätze mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck machen die Expertinnen und Experten Empfehlungen zur Dekarbonisierung der digitalen Infrastruktur, etwa durch eine Pflicht für Rechenzentrumsbetreiber, sich am Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beteiligen. Darüber hinaus soll die Transparenz erhöht werden, sowohl im Hinblick auf den Energie- und Ressourcenverbrauch einzelner KI-Modelle, als auch der zugrundeliegenden digitalen Infrastruktur. Transparenz wird dabei auch als wesentliche Grundlage für die Stärkung von Verbraucherrechten gesehen. Konkret wird empfohlen, ein Recht zur Nutzung eines "grünen" KI-Modells zu schaffen, das Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzt, sich für energie- und ressourcenschonendere KI-Modelle zu entscheiden. Informationen zum Beratungs-Gremium "KI und Nachhaltigkeit": Das Beratungsgremium "KI und Nachhaltigkeit" wurde vom Bundesumweltministerium im vergangenen Jahr berufen. Auftrag des Gremiums ist es, das Bundesumweltministerium zu Entwicklungen und Umweltimplikationen Künstlicher Intelligenz zu beraten. Das Gremium ist besetzt aus fünf hochrangingen internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen der Informatik, KI-Forschung, Recht, Public Policy und KI-Ethik: Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe (Universität Bonn), Prof. Dr. Philipp Hacker (European University Viadrina Frankfurt Oder), Prof. Dr. Emma Strubell (Carnegie Mellon University), Prof. Dr. Lynn Kaack (Hertie School Berlin) und Prof. Dr. Udit Gupta (Cornell Tech) https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/internationale-ki-experten-spezialisierte-ki-modelle-koennen-energieverbrauch-stark-reduzieren-und-wirtschaftliche-wettbewerbsfaehigkeit-staerken