Deutsch-Ukrainischer Energietag in Kyjiw: Lessons Learned für die Ukraine, Deutschland und Europa 12.3.2026 | Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Am 12. März findet der Energietag der Deutsch-Ukrainischen Energiepartnerschaft zum ersten Mal seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 wieder in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw statt. Das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) setzt hiermit ein starkes Zeichen der Solidarität an seine ukrainischen Partner: Der ausklingende Winter war für die ukrainische Bevölkerung härter denn je, mit russischem Dauerbeschuss ziviler Energieinfrastruktur und den mit Abstand tiefsten Temperaturen seit Beginn der russischen Vollinvasion. Und doch ist es den ukrainischen Behörden und Energieversorgern, im engen Schulterschluss mit ihren internationalen Partnern, bislang gelungen, dass die Versorgung der Bevölkerung nie vollends zum Erliegen kam. Der Energietag setzt vor diesem Hintergrund einen Schwerpunkt beim Erfahrungsaustausch mit der Ukraine zum Schutz kritischer Infrastruktur. Damit wird deutlich, dass die Deutsch-Ukrainische Energiepartnerschaft auf Augenhöhe stattfindet. Deutschland ist zwar inzwischen der bedeutendste bilaterale Partner und Unterstützer der Ukraine im Energiebereich. Gleichzeitig sind wir auf ukrainisches Know-how, Verteidigungsstrategien und -technologien angewiesen, um auch deutsche und europäische kritische Energieinfrastruktur krisenfester werden zu lassen. Die Veranstaltung bringt Vertreter der deutschen und ukrainischen Regierungen, europäischer Institutionen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen. Im Fokus steht dabei neben „lessons learned“ auch die nachhaltige Resilienzstärkung des ukrainischen Energiesystems. Dabei rücken auch attraktive Rahmenbedingungen für ein verstärktes Engagement der Privatwirtschaft im Kontext der EU-Integration in den Fokus, z.B. in den Bereichen erneuerbare Energien, Fernwärme und Biomethan. Bereits seit Beginn der Vollinvasion leistet das BMWE über die Deutsch-Ukrainische Energiepartnerschaft mit einer groß angelegten Spendenkampagne für technische Ausrüstung deutscher Energieunternehmen konkrete Hilfe für den ukrainischen Energiesektor. Deutsche Unternehmen haben mittlerweile über 34.000 Energiegüter gespendet, mit denen 1,4 Millionen Menschen wieder mit Energie versorgt werden konnten. Mit über 550 Millionen Euro ist Deutschland auch größter Geber des Ukraine Energy Support Fund, über den Ersatzteile für ukrainische Energieversorger finanziert werden. Ein wirtschaftlicher Begleitkreis gibt der von Bundesministerin Reiche ins Leben gerufenen Task Force zur Energieunterstützung der Ukraine zusätzlich Orientierung und trägt damit maßgeblich zur Optimierung der Unterstützungsmaßnahmen des BMWE bei. Zu Beginn des Frühlings führt der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des BMWE durchgeführte Energietag diesen partnerschaftlichen Ansatz nun auf strategischer Ebene mit Blick in die mittel- und langfristige Zukunft fort. Insgesamt nehmen über 150 Vertreterinnen und Vertreter aus der Ukraine und Deutschland sowie weiteren engen Partnerländern teil. Die breite Beteiligung unterstreicht die ungebrochen hohe Unterstützung der Ukraine durch ihre internationalen Partner, das Ansehen Deutschlands in der Energiepolitik sowie die Chancen der Integration der Ukraine in den europäischen Energiemarkt. https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/03/20260312-deutsch-ukrainischer-energietag-in-kyjiw.html