Schutz, wenn es ernst wird: Tag der Katastrophenvorbeugung

Datum11.10.2026
SubjektLand Tirol
RegionAustria
KategorieForestry and logging, Security, Environment

Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober rückt Vorsorge und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt.

Muren, Lawinen, Hitzewellen, Hochwasser oder Stürme: Tirol ist aufgrund seiner alpinen Lage seit jeher Naturgefahren ausgesetzt. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen durch den Klimawandel: Wetterextreme werden intensiver. Umso wichtiger ist vorausschauende Vorsorge. Das Land Tirol investiert kontinuierlich in den Schutz der Bevölkerung, des Siedlungsraums und wichtiger Infrastruktur – unter anderem durch Schutzbauten, Schutzwälder und Hochwasserschutz. Rund 45.000 Schutzbauwerke im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung gibt es heute in Tirol, rund 200 Millionen Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren zusätzlich in vorbeugenden Hochwasserschutz an Gewässern im Talraum investiert. Zudem werden jährlich mehr als 2,5 Millionen junge Forstpflanzen im Land aufgeforstet, um auch den Schutzwald weiter zu stärken.

Der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober rückt weltweit die Bedeutung der Katastrophenvorsorge und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften in den Mittelpunkt. Denn auch wenn Naturgefahren nicht verhindert werden können, lassen sich ihre Auswirkungen durch gezielte Vorsorge deutlich reduzieren.

„Katastrophenschutz beginnt nicht erst dann, wenn ein Ereignis eintritt. Entscheidend ist, dass wir bereits vorher die notwendigen Vorkehrungen treffen. Das Land Tirol investiert deshalb kontinuierlich in Schutzbauten, Schutzwälder, den Hochwasserschutz und funktionierende Warn- und Einsatzstrukturen. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Stakeholdern wie Gemeinden und die Wildbach- und Lawinenverbauungen setzen wir alles daran, dass Siedlungsräume und Infrastruktur bestmöglich geschützt sind“, betont LH Anton Mattle. „Die Schlüssel sind Vorsorge und Eigenverantwortung“, ergänzt Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler: „Als Landesregierung nehmen wir unsere Verantwortung wahr und investieren seit Jahren zielgerichtet in Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig ist die Eigenverantwortung der Bevölkerung wichtig. Jede und jeder sollte wissen, was im Ernstfall zu tun ist.“

Wetterextreme nehmen aufgrund des Klimawandels zu

Wie deutlich sich die Entwicklung der Wetterextreme bereits zeigt, belegen Daten der GeoSphere Austria vor allem im Hinblick auf die steigenden Temperaturen: In Innsbruck hat die Zahl der Hitzetage seit 1961 langfristig um rund 27 Tage pro Jahr zugenommen. Aber auch andere Extremwetterereignisse – etwa Starkregen und Trockenperioden – werden intensiver: „Hitzewellen, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, werden durch den Klimawandel zur neuen Normalität. Die steigenden Temperaturen wiederum haben sowohl stärkeren Niederschlag bei Schauern und Gewittern als auch lange Trockenperioden dazwischen zur Folge. Kurzzeitiger Starkregen ist heute beispielsweise um 15 Prozent intensiver als früher. Somit steigt durch den Klimawandel einerseits die Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturm, andererseits sorgt der ausgetrocknete Boden für Probleme beim Wasser und für steigende Waldbrandgefahr“, erklärt Manfred Bauer, Leiter der Regionalstelle Tirol und Vorarlberg der GeoSphere Austria.

Investitionen in den Schutz der Bevölkerung

Das Land Tirol setzt gemeinsam mit dem Bund, den Gemeinden und Infrastruktureinrichtungen zahlreiche Maßnahmen um, um die Bevölkerung, den Dauersiedlungsraum und wichtige Infrastruktur vor Naturgefahren zu schützen:

Vorsorge: Was jeder Haushalt tun kann

Im Krisenfall können Stromversorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder Verkehrswege vorübergehend eingeschränkt sein. Deshalb sollte jeder Haushalt so vorbereitet sein, dass er zumindest eine Woche ohne Einkaufen und gegebenenfalls ohne Strom auskommt.

Tipps für die Bevorratung:

„Eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit für den Ernstfall. Wenn Behörden, Einsatzorganisationen, Gemeinden, Infrastrukturbetreiber und die Bevölkerung gut vorbereitet sind und zusammenspielen, können die Folgen von Katastrophen deutlich reduziert werden“, so LHStv Geisler abschließend.


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/schutz-wenn-es-ernst-wird-tag-der-katastrophenvorbeugung