| Datum | 8.10.2026 |
| Subjekt | Goethe-Universität Frankfurt am Main |
| Autor | Frank Dirk |
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| Telefon | +49 6979813753 |
| Kontakt | <p><strong>Redaktion: </strong>Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, [email protected]</p> |
| Region | Germany |
| Kategorie | Education, Science and research, Environment |
Im neuen UniReport wird das gerade eröffnete Institut für Bienenkunde vorgestellt. Weitere aktuelle Themen im Heft über Zell- und Klimaforschung sowie über Studieren im RMU-Verbund.
FRANKFURT. Von dem früher gebräuchlichen Begriff „Imme“ für Biene leitet sich auch der Beruf des „Imkers“ ab: Am neuen Standort des Instituts für Bienenkunde in Oberursel erfährt man aber noch vieles andere. Forschung, Lehre, praktische Imkerei sowie Bildungs- und Vermittlungsarbeit werden in Oberursel zusammengeführt. Inhaltlich reicht das Forschungsfeld von der Kommunikation und dem Sozialverhalten der Bienen bis zur Erforschung der Varroa-Milbe und invasiver Arten, wie Institutsleiter Prof. Bernd Grünewald im aktuellen UniReport erläutert. Moderne Kameratechnik und KI-Verfahren ermöglichen zudem neue Einblicke in die Entwicklung und das Verhalten von Bienenvölkern. Auch ökologisch setzt das Gebäude Maßstäbe: Es erfüllt den KfW-55-Standard, erreicht nach Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen 98,3 von 100 Punkten und verfügt unter anderem über eine Photovoltaikanlage sowie ein Konzept zur Regenwassernutzung.
Spitzenforschung mit internationaler Perspektive
Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) haben drei neue Fellows ihre Arbeit im Rahmen des Exzellenzclusters SCALE aufgenommen. Im Mittelpunkt des Forschungsverbunds steht der „Digitale Zwilling“ – ein virtuelles Modell der Strukturen und Funktionsweisen innerhalb einer Zelle. Beteiligt sind neben der Goethe-Universität unter anderem die Max-Planck-Institute für Biophysik und Hirnforschung, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universität des Saarlandes. Die neuen Forschungsgruppen verbinden computergestützte Zellbiologie, molekulare Simulationen, künstliche Intelligenz und Systembiologie. Ziel ist es, biologische Prozesse zunehmend virtuell abzubilden und dadurch neue Erkenntnisse für Grundlagenforschung und mögliche Anwendungen zu gewinnen.
Forschung zu Klima, Daten und gesellschaftlichen Herausforderungen
Umweltökonom Manuel Linsenmeier untersucht unter anderem den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wert von Wettervorhersagen sowie die Folgen des Klimawandels. Seine Forschung zeigt, dass die Auswirkungen regional und sektoral sehr unterschiedlich ausfallen und Anpassungsmaßnahmen deshalb gezielt auf einzelne Regionen und Wirtschaftsbereiche zugeschnitten werden müssen. Gleichzeitig wird die Bedeutung internationaler Forschungsinfrastrukturen hervorgehoben: Verbesserungen bei globalen Wettervorhersagen können demnach eine wichtige Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel darstellen. Künftige Forschung soll unter anderem untersuchen, wie besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen durch bessere Vorhersagen und zusätzliche Maßnahmen des Gesundheitssystems geschützt werden können.
Interdisziplinäre Ausbildung und internationale Vernetzung
Ein weiteres Beispiel für die enge Zusammenarbeit im Verbund der Rhein-Main-Universitäten ist der gemeinsam von Frankfurt und Mainz getragene Masterstudiengang Kinder- und Jugendliteratur: Buch – Markt – Medien. Der Studiengang wurde erfolgreich reakkreditiert und startet mit neuem Namen in das kommende Wintersemester. Das interdisziplinäre Profil verbindet Literatur-, Buch-, Medien- und Kulturwissenschaft und eröffnet zugleich Schnittstellen zu Verlagen, Museen und der Medienbranche. Die internationale Ausrichtung wird unter anderem durch die Children’s Media Summer School gestärkt, an der Studierende aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Damit verbindet der Studiengang wissenschaftliche Forschung mit internationalen Perspektiven und praktischen Einblicken in die Medien- und Kulturlandschaft.
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