Neues, interdisziplinäres Studienmodul Wie entstehen Umweltentscheidungen?

Datum8.10.2026
SubjektHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf
AutorArne Claussen
Kontakt<div> Verantwortlichkeit: <i></i>Stabsstelle Presse und Kommunikation <span>: Per E-Mail kontaktieren</span> </div>
RegionGermany
KategorieUniversities, Further education, Environment

An der der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) startet im Wintersemester 2026/2027 ein neues Studienmodul, in dem Studierender verschiedener Fakultäten erfahren, wie im Zusammenspiel vieler Akteure Umweltentscheidungen entstehen. Unter der Leitung des Chemikers Prof. Dr. Michael Schmitt bringen Natur- und Geisteswissenschaftler, Mediziner und Juristen ihren Blickwinkel auf solche Entscheidungsfindungsprozesse ein. Das Modul ist als Ringvorlesung angelegt, die für Studierende um zwei optionale Planspiele erweitert werden kann. Im Rahmen der Bürgeruniversität sind die Vorlesungen öffentlich.

„Es geht uns darum, den Studierenden die komplexen Abläufe von umweltpolitischen Verhandlungen und Entscheidungsfindungen zu vermitteln. Dazu nehmen sie die unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen, in solche Prozesse involvierten Akteure ein – und mehr noch, sie erfüllen sie selbst praktisch mit Leben“, erläutert Prof. Schmitt die Grundidee, die hinter dem Studienmodul „Interdisziplinäre Umweltentscheidungen“ steht.

Die Grundlagen und verschiedenen Perspektiven werden durch Lehrende aus den beteiligten vier Fakultäten eingebracht. Neben den insgesamt 15 Vorlesungen können Studierende der HHU an zwei Planspielen zu verschiedenen Governancekontexten teilnehmen. Darin schlüpfen sie in die Rollen von Vertretern von Stakeholdergruppe und vertreten in Verhandlungsszenarien deren Interessen.

Im ersten Planspiel geht es um die internationalen Klimakonferenzen (COP). Die Studierenden sollen darin etwa Aspekte wie die Finanzierung von Klimaschutz und Klimafolgen oder auch Gerechtigkeitsfragen diskutieren. Sie nehmen reihum die Rolle unterschiedlicher Staaten beziehungsweise Staatengemeinschaften ein oder auch die von Lobbygruppen.

Das zweite Planspiel befasst sich mit den sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS, deren Nutzung, Entsorgung und die Haftung bei möglichen Schadensfällen. Am Verhandlungstisch sitzen Behörden, Hersteller und Anwender der Chemikalien, Forschungsinstitutionen, Ver- und Entsorger, Verbraucher und Betroffene und zuletzt auch finanzierende Organisationen.

Teilnehmen können Studierende aller Fakultäten der HHU. Darüber hinaus stehen die Vorlesungen auch Gästen offen. Den Auftakt bildet am 15. Oktober eine Einführungsvorlesung zu methodischen Fragen, am 22. Oktober geht es dann um die Grundlagen des Treibhauseffekts und die Einflüsse darauf. Am 17. Dezember berichtet als externer Gast Rixa Schwarz von Germanwatch über die COP-Verhandlungen im November 2026 in Antalya, an denen sie teilgenommen hat. Die weiteren Themen finden sich hier. Die Vorlesungen finden jeweils um 14:30 Uhr in Hörsaal 6L in Gebäude 26.24 statt.

Die Veranstaltung knüpft an drei erfolgreiche öffentliche Ringvorlesungsreihen aus den Jahren 2019, 2020 und 2021 an, in denen Referentinnen und Referenten aus der HHU und prominente Gäste bereits verschiedene Aspekte von Klimawandel und Klimakrise auf die Gesellschaft und das Individuum thematisierten.

Zum Studienmodul (in LSF)



https://www.hhu.de/die-hhu/presse-und-marketing/aktuelles/pressemeldungen-der-hhu/news-detailansicht/wie-entstehen-umweltentscheidungen