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E-Autos können an Normalladestation mit Wechselstrom (AC) und an Schnellladestationen mit Gleichstrom (DC) ihre Akkus füllen. Wechselstrom ist typisch für das Laden zu Hause (Wallbox) oder an einfacheren öffentlichen Ladestationen: Es dauert länger als das Laden mit Gleichstrom, ist aber oft auch günstiger. Stationen mit Gleichstrom sind ideal zum schnellen Laden zum Beispiel an Autobahnen.
Erfreulich: Eine Ladesäulen-App schneidet in den meisten Prüfpunkten gut oder sogar sehr gut ab. Neben der Testsieger-App sind zwei weitere im Praxistest sehr gut. Alle geprüften Apps können kostenlos ausprobiert werden: Nutzende zahlen für den geladenen Strom, es entstehen keine monatlichen Grundkosten.
Wer will, lädt sich mehrere Apps aufs Handy und prüft, welcher Anbieter in der gewünschten Gegend die besten Ladestationen listet. Die über die Apps verfügbaren Lademöglichkeiten sind oft sehr unterschiedlich. Wir haben unsere E-Autos im Test unter anderem bei Fleischereien, auf Firmengeländen und auch an Orten geladen, die eher nach privaten Garagen aussahen.
Ladesäulen-Apps im aufwendigen Praxistest
Unsere Prüferinnen und Prüfer haben insgesamt 280 Mal E-Autos geladen und die Vorgänge protokolliert. Vieles lief glatt, doch vier Apps hatten größere Probleme im Praxistest. Eine App hängte sich beim Laden häufiger auf, zwei weitere liefen instabil. In einigen Fällen erhielten wir auch nach Wochen für die Ladevorgänge keine Rechnung und es wurde kein Geld abgebucht.
In Einzelfällen kam es zu unangenehmen Pannen: Zum Beispiel gab in zwei Fällen die Ladesäule das Auto erst wieder frei, nachdem wir es auf 80 Prozent aufgeladen hatten. In einem dritten Fall konnte erst ein herbeigerufener Support-Mitarbeiter den Ladevorgang beenden.
So haben wir Ladesäulen-Apps getestet
Im Test: 14 kostenlose Ladesäulen-Apps (Android) für Privatpersonen, die an öffentlichen Stationen das Laden von E-Autos ermöglichen. Auswahl der Apps nach Internetrecherche. Dabei wurden aus Kategorien wie Energieanbieter, Mineralölkonzerne und Autohersteller jeweils viel genutzte App-Angebote ausgewählt. Die Apps wurden durch Testpersonen in Betrieb genommen und technisch auf ihre Funktionalitäten überprüft. Ein Experte ermittelte die Mängel im Datensendeverhalten. Datenschutzerklärung und allgemeine Geschäftsbedingungen wurden aus juristischer Sicht bewertet.
Wir bildeten im Praxistest vier Testszenarien pro Anbieter ab: Zwei betrafen einen Stadtfahrer in Nordrhein-Westfalen, der im Innenstadtbereich sein Auto möglichst günstig entweder besonders schnell (DC, Gleichstrom) oder normal laden möchte (AC, Wechselstrom). Zwei weitere Testszenarien betrafen das AC-Laden im ländlichen Gebiet (Niedersachsen) sowie das schnelle Laden in der Nähe der Autobahn. Pro Testszenario wurden fünf Ladevorgänge durchgeführt, jeder Anbieter wurde somit 20 Mal in Anspruch genommen. Ionity und Tesla wurden 20 Mal an Schnellladestationen geprüft.
Die Tester dokumentierten den Verlauf des Ladevorgangs. Erhebungszeitraum: Mai 2026 bis August 2026.