Zivilschutz-Probealarm: Am Samstag heulen Sirenen und Smartphones

29.9.2026 - Markus Böhm | Land Kärnten

LH Fellner appelliert mit Kärntner Zivilschutzverband: Informieren und selbst daheim vorsorgen – AT-Alert wird großflächig getestet – Infotelefon des Landes unter 050 536 57057.

KLAGENFURT. Am Samstag, 3. Oktober, findet zwischen 12.00 und 12.45 Uhr wieder der österreichweite Zivilschutz-Probealarm statt. Dabei heulen nicht nur die Sirenen, sondern es wird auch das digitale Bevölkerungswarnsystem AT-Alert flächendeckend in ganz Österreich getestet. Die Menschen bekommen dabei eine Systemnachricht auf ihre Smartphones. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, während des Probealarms keine Notrufnummern zu blockieren. Vom Land Kärnten gibt es unter 050 536 57057 ein Infotelefon zum Probealarm, das am 3. Oktober von 12.00 bis 13.00 Uhr besetzt ist.

„Uns ist es wichtig, dass die Menschen auf das Thema Zivilschutz aufmerksam werden, sich informieren und auch selbst daheim vorsorgen. Wie wichtig das ist, haben heuer vor allem die schweren Waldbrände im Lesachtal und bei unseren Nachbarn in Friaul-Julisch Venetien gezeigt. Das Zusammenwirken aller Kräfte werden wir auch wieder vom 13. bis 15. November im Rahmen der bisher größten Katastrophenschutzübung in Kärnten proben“, betont Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner. Er dankt allen, die am Probealarm beteiligt sind und streicht die Bedeutung von AT-Alert hervor. „Mit diesem Warnsystem erreichen wir nicht nur Gemeindebürgerinnen und -bürger, sondern alle Menschen in einem betroffenen Gebiet, also auch Gäste. Und besonders wichtig: Wir können abgestimmte Informationen und Handlungsanweisungen direkt an die Menschen weitergeben“, erklärt Fellner.

Präsident Harald Geissler vom Kärntner Zivilschutzverband appelliert dafür, den Probealarm gleich für einen Sicherheits-Check zuhause zu nutzen: Schauen Sie unter anderem nach, wann der Feuerlöscher zu überprüfen ist. Ist das Erste-Hilfe-Material komplett und noch zu verwenden? Funktionieren alle Rauchmelder? Gibt es einen Notvorrat an Getränken, Lebensmitteln und Medikamenten? Und falls der Strom ausfällt – wie sieht es mit einem Batterieradio oder einer Notbeleuchtung aus? „Mit wenigen Vorbereitungen ist man krisenfester und im Notfall oder bei einer Katastrophe nicht gleich auf fremde Hilfe angewiesen. Unterstützung dabei gibt es durch unsere neue Zivilschutz-App ZIVA. Als europaweit erste App vereint sie persönliche Vorsorge, Gefahreninfos und Echtzeit-Warnungen auf einer Plattform. Somit wird sie auch beim Probealarm aktiv“, so Geissler.

Beim Zivilschutz-Probealarm wird das Sirenensignal „Warnung“ als gleichbleibender Dauerton in der Länge von drei Minuten ausgelöst. Dieses Signal soll die Bevölkerung im Katastrophenfall vor herannahenden Gefahren warnen. Radio oder TV (ORF) sind einzuschalten und Verhaltensmaßnahmen zu beachten. Das zweite Signal bedeutet „Alarm“ und ist ein auf- und abschwellender Heulton von mindestens einer Minute Dauer. Im Ernstfall würde die Gefahr nun unmittelbar bevorstehen. Folgt das Signal „Entwarnung“ als gleichbleibender einminütiger Dauerton, bedeutet es das Ende der Gefahr. Die Durchsagen im Radio oder TV wären aber weiterhin unbedingt zu beachten. Durchgeführt wird der Probealarm von der Bundeswarnzentrale im Innenministerium gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen.

Informationen zum Probealarm: https://kaernten.zivilschutz.at
Informationen zur ZIVA-App: https://zivilschutz.at/app/
Informationen zur Großübung Combined Success 2026: https://katinfo.ktn.gv.at/

Rückfragehinweis: Büro LH Fellner; Kärntner Zivilschutzverband
Redaktion: Markus Böhm

https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=40024