Zwei Standorte, eine Rettungskette: Wenn beim Herznotfall jede Minute zählt

25.9.2026 - | Sana Kliniken

Laienreanimation und der Notruf 112 setzen die Rettungskette in Gang - im Klinikum Dahme-Spreewald übernehmen eingespielte Teams an zwei Krankenhausstandorten Zentralen Notaufnahmen in Lübben und Königs Wusterhausen steuern gemeinsam mit Kardiologie, Pflege und Rettungsdienst den passenden Behandlungsweg zwei Herzkatheterlabore für sichere Herzen im Landkreis

Ein Mensch bricht irgendwo im Spreewald zusammen. Oder auf dem Weg zur Arbeit in der wachsenden Region südlich Berlins. Er reagiert nicht. Er atmet nicht normal. Jetzt beginnt eine Rettungskette, die nur funktioniert, wenn jeder einzelne seinen Teil übernimmt: Ersthelfende prüfen, rufen 112 und beginnen mit der Herzdruckmassage. Leitstelle, Rettungsdienst und Notarzt führen die Versorgung fort. Im Klinikum Dahme-Spreewald stehen an den Standorten Lübben und Königs Wusterhausen die nächsten Teams bereit. Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung hat das Klinikum Dahme-Spreewald eine starke Botschaft: Nur mit schnellem Handeln wird aus einem einzelnen Menschen eine starke regionale Rettungs- und Versorgungskette. Deshalb lautet das Motto „Hinsehen. Handeln. Leben retten.“

Herzstillstand und Herzinfarkt sind nicht dasselbe

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Körper. Die betroffene Person reagiert nicht und atmet nicht normal. Dann gilt: sofort 112 wählen und mit der Herzdruckmassage beginnen. Bei einem Herzinfarkt ist dagegen meist ein Herzkranzgefäß verschlossen; Betroffene können zunächst noch ansprechbar sein und atmen. Auch dann ist der Notruf 112 richtig. Denn auch ein Herzinfarkt kann in der Folge einen Herz-Kreislauf-Stillstand auslösen.


Die Zentrale Notaufnahme am Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen übernimmt die Notfall-Patienten vom Rettungsdienst für die weitere Behandlung und Versorgung.

Die ersten Minuten werden außerhalb der Klinik gewonnen

Gerade zwischen Spreewald-Fließen, weit auseinanderliegenden Orten und dem dicht besiedelten Umfeld südlich Berlins kommt es auf klare Alarmierungs- und Transportwege an. Das Klinikum Dahme-Spreewald verantwortet die ärztliche Besetzung der Notarzteinsatzfahrzeuge im Landkreis. Bereits mit der Voranmeldung aus dem Rettungsdienst beginnt in der Klinik die Vorbereitung: Behandlungsplatz, Monitoring und beteiligte Fachbereiche werden auf das erwartete Notfallbild eingestellt. „Eine sichere Notfallversorgung im Landkreis beginnt dort, wo Menschen hinsehen und handeln. Gerade in einer Flächenregion wie bei uns im Landkreis Dahme-Spreewald müssen Notruf, Notarzt, Rettungsdienst und Klinik ohne Reibungsverluste ineinandergreifen. Klare Alarmierungswege und strukturierte Übergaben sind deshalb genauso wichtig wie medizinische Technik. Das wichtigste sind aber die Menschen in unserem Landkreis, die hinsehen und handeln“, sagt Dr. Benno Bretag, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Zentralen Notaufnahmen des Klinikums Dahme-Spreewald.

Zwei Notaufnahmen, eine gemeinsame Entscheidung

In den Zentralen Notaufnahmen der beiden Krankenhäuser übernehmen erfahrene und fachkompetente Pflegkräfte und Ärzte die Patienten strukturiert vom Rettungsdienst. Sie sichern Atmung und Kreislauf, schließen die Überwachung an, schreiben ein EKG, veranlassen Labor- und Bilddiagnostik und entscheiden gemeinsam mit der Kardiologie über die nächsten Schritte. Nicht allein der nächstgelegene Standort ist ausschlaggebend, sondern der Behandlungsort, der für die konkrete Situation und zum konkreten Zeitpunkt die passende Versorgung ermöglicht.

Sowohl die Spreewaldklinik Lübben als auch das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen verfügen über ein Herzkatheterlabor. In Königs Wusterhausen stehen Labor und Team seit 2018 rund um die Uhr für die Akutversorgung bereit. Bei einem verschlossenen Herzkranzgefäß kann die Kardiologie den Befund mit einer Katheteruntersuchung darstellen und - wenn medizinisch angezeigt - das Gefäß mit Ballon und Stent wieder eröffnen.


Dipl.-Med. Frank Schwertfeger, Chefarzt der Kardiologie, bildet mit seinem starken Team in Kardiologie und Herzkatheterlabor der Spreewaldklinik Lübben einen wichtigen Baustein im Versorgungskonzept für Spreewälder Herzen

Herzkatheterversorgung an beiden Standorten - mit klarer Aufgabenverteilung

„In Königs Wusterhausen halten wir die Herzkatheterversorgung rund um die Uhr vor. Diagnostik und Behandlung greifen so ohne Zeitverlust rund um die Uhr ineinander. Die Voraussetzung dafür sind eingespielte Abläufe zwischen Rettungsdienst, Notaufnahme, Pflege und Katheterteam“, erklärt Dr. Peer-Ekkehardt Waurick, Chefarzt der Kardiologie im Achenbach-Krankenhaus. Das Herzkatheterlabor in Lübben ergänzt die wohnortnahe invasive Diagnostik und Behandlung in der Flächenregion, während die Kollegen in Königs Wusterhausen auch nachts die Rufbereitschaft abdecken. Deshalb gehört es zum gemeinsamen Versorgungskonzept im Klinikum Dahme-Spreewald, schon bei der Alarmierung und spätestens nach der ersten ärztlichen Einschätzung festzulegen, welcher Standort die notwendige Behandlung ohne unnötige Verzögerung leisten kann.

„Das Herzkatheterlabor in Lübben ist für die Menschen im Spreewald ein wichtiger Baustein der wohnortnahen Kardiologie. Unsere Verantwortung besteht zugleich darin, früh die richtige Entscheidung zu treffen: Was behandeln wir direkt vor Ort, und wann führt der schnellere Weg in ein jederzeit verfügbares Zentrum? Genau dieses Zusammenspiel schafft Verlässlichkeit in der Fläche“, sagt Dipl.-Med. Frank Schwertfeger, Chefarzt der Kardiologie in der Spreewaldklinik Lübben.

Wohnortnah beginnen, Spezialisierung gezielt ergänzen

Die beiden KDS-Standorte bilden gemeinsam einen starken lokalen Abschnitt der regionalen Sana-Versorgungskette. Wenn nach der Akutdiagnostik besonders spezialisierte interventionelle oder herzchirurgische Verfahren notwendig werden, ist das Sana-Herzzentrum Cottbus ein eng angebundener Spezialpartner. Nach Stabilisierung und Spezialbehandlung können die wohnortnahe Weiterbehandlung, ambulante Begleitung und Nachsorge wieder im regionalen Netzwerk anschließen.

Die Woche der Wiederbelebung erinnert daran, dass die Rettungskette nicht beim Rettungsdienst oder im Krankenhaus beginnt. Wer eine bewusstlose Person ohne normale Atmung vorfindet, soll prüfen, 112 rufen und drücken. Die zentrale Kampagnenseite, die die Sana Kliniken in Südbrandenburg eingerichtet haben zeigt die Versorgung in Südbrandenburg und stellt eine kompakte Merkkarte zum Download bereit.

www.sana.de/wdw2026

Über das Klinikum Dahme-Spreewald

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

 



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