Wer beim Online-Händler Amazon einkauft, kann seit August 2026 eine neue Bezahloption wählen: die Paypal Ratenzahlung. Die Stiftung Warentest sagt, was zu beachten ist.
Kaufen, aber nicht gleich bezahlen – zumindest nicht alles: Klingt gut, birgt aber Risiken, vor allem die Gefahr der Überschuldung. Beim Online-Händler Amazon können Kundinnen und Kunden jetzt auch die Option Ratenzahlung wählen – und den Kaufbetrag nach und nach via Paypal abstottern. Das sind die Bedingungen:
Bislang konnten Amazon-Kunden in Deutschland nicht regulär mit Paypal bezahlen. Die Amazon-eigene Ratenzahlung oder andere angebotene Finanzierungsmodelle bleiben bestehen.
Wer vom Warenkorb aus „zur Kasse geht“, kann dort die „Paypal Ratenzahlung“ wählen. Wer ein Zahlverfahren – zum Beispiel das Bankkonto – hinterlegt hat, geht auf „ändern“ und kann die Ratenzahlfunktion auswählen. Anschließend zeigt PayPal die verfügbaren Laufzeiten, die monatlichen Raten sowie die Gesamtkosten an. Die monatlichen Beträge werden automatisch eingezogen.
Bei einer kleinen Stichprobe in der Stiftung-Warentest-Redaktion zeigte sich allerdings, dass die Ratenzahlung per Paypal derzeit noch nicht allen Amazon-Kunden angeboten wird (Stand: 7. September 2026).
Die Möglichkeit „Jetzt kaufen, später bezahlen“ („Buy now, pay later“)“ ist nicht ohne Risiken, wie unser Ratenkauf-Vergleich zeigt. Ein Ratenkauf verteuert den Einkauf meist deutlich: Bei einem Einkauf von zum Beispiel 1 000 Euro und einer Laufzeit von 12 Monaten zahlt der Käufer monatlich 88,33 Euro, insgesamt 1 059,94 Euro. Wer mehrere solcher Kredite bei verschiedenen Anbietern parallel abzahlt, kann schnell den Überblick verlieren.
Tipp: Jugendliche müssen den Umgang mit Geld oft erst lernen, viele machen zunächst teure Fehler. Unser Special Jung und verschuldet gibt Tipps, wie junge Menschen aus einer Schuldenfalle wieder rauskommen können.