Während Deutschland über Trockenheit diskutiert, geht Bayern bereits konkrete Lösungen an – Kaniber: „Schwammregionen machen Bayern widerstandsfähiger“

7.8.2026 - | Bayerische Staatsregierung

(7. August 2026) München – Während in ganz Deutschland über die Folgen der anhaltenden Trockenheit diskutiert wird, geht Bayern bereits konkrete Lösungen an. Mit dem Aktionsprogramm „Schwammregionen in Bayern“ entwickelt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gemeinsam mit Kommunen, der Land- und Forstwirtschaft sowie vielen weiteren Partnern Maßnahmen, um Regenwasser künftig dort zu halten, wo es fällt – in Böden, Wäldern, Wiesen und Gewässern, statt es ungenutzt abfließen zu lassen. So entstehen widerstandsfähige Landschaften, die Trockenheit ebenso besser verkraften wie Starkregen.

„Der Klimawandel verlangt von uns kluge Antworten. Wir können den Regen nicht bestellen – aber wir können dafür sorgen, dass das Wasser nicht ungenutzt abfließt. Jede Landschaft, die Wasser besser speichern kann, schützt uns gleichzeitig vor Trockenheit und vor Starkregen. Genau dafür stehen unsere Schwammregionen“, betont die Ministerin für ländliche Räume, Michaela Kaniber.

Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei die Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Sie bringt Gemeinden, Grundstückseigentümer, Landwirte, Waldbesitzer, Fachbehörden und Verbände zusammen, moderiert den gemeinsamen Planungsprozess und begleitet die Regionen dabei, passgenaue Lösungen für mehr Wasserrückhalt zu entwickeln und umzusetzen.
Die zehn ausgewählten Modellregionen werden über fünf Jahre professionell begleitet. Gemeinsam entstehen Maßnahmen, die auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten sind. Bestehende Fördermöglichkeiten sollen dabei gezielt genutzt und gute Ideen möglichst rasch in konkrete Projekte überführt werden.

Das Aktionsprogramm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehören unter anderem wasserspeichernde Bewirtschaftungsformen in der Land- und Forstwirtschaft, natürliche Rückhalteräume, Hecken und Feldgehölze, naturnahe Gewässer sowie eine wassersensible Gestaltung von Dörfern und Städten – etwa durch Entsiegelung, Dachbegrünung oder die Nutzung von Regenwasser. Viele dieser Maßnahmen fördern zugleich die Grundwasserneubildung, verbessern den natürlichen Hochwasserschutz, stärken die Artenvielfalt und helfen, fruchtbare Böden zu erhalten.

„Kein Einzelner kann die Folgen des Klimawandels allein bewältigen. Erfolgreich sind wir dann, wenn Gemeinden, Landwirte, Waldbesitzer, Behörden und Bürger an einem Strang ziehen. Gute Lösungen entstehen nicht am Reißbrett, sondern gemeinsam vor Ort“, so Kaniber.
Das Aktionsprogramm baut auf den Erfahrungen der Initiative boden:ständig auf. Ziel ist es, Wasser länger in der Fläche zu halten, Hochwasserspitzen abzuflachen, die Grundwasserneubildung zu fördern und Landschaften insgesamt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Kaniber abschließend: „Schwammregionen sind gelebte Klimaanpassung. Sie verbinden Natur-, Boden- und Hochwasserschutz mit einer starken Land- und Forstwirtschaft sowie lebenswerten Dörfern. So gestalten wir unsere Heimat Schritt für Schritt widerstandsfähiger – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.“

https://www.bayern.de/waehrend-deutschland-ueber-trockenheit-diskutiert-geht-bayern-bereits-konkrete-loesungen-an-kaniber-schwammregionen-machen-bayern-widerstandsfaehiger