AMS-Zahlen für Juli zeigen: Tirol mit niedrigster Arbeitslosenquote Österreichs.
Mit einer niedrigen Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weist Tirol weiterhin sogar die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer in Österreich auf. Das zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten des Arbeitsmarktservice (AMS) Tirol für Juli 2026. Die Quote bleibt damit gegenüber dem Vorjahr stabil. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten weiter gestiegen: Aktuell sind rund 372.000 Menschen in Tirol unselbstständig beschäftigt. Dennoch sind 12.828 Tirolerinnen und Tiroler auf Arbeitssuche – um 225 Personen beziehungsweise 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
„Tirol steht im Bundesländervergleich weiterhin am besten da. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer starken Wirtschaft mit starken Segmenten wie dem Tourismus und der Industrie, engagierter Betriebe und einer konsequenten Arbeitsmarktpolitik. Gleichzeitig dürfen wir uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen. Hinter jeder Zahl stehen ein Mensch und eine Existenz. 12.828 arbeitslose Tirolerinnen und Tiroler sind 12.828 gute Gründe, weiter alles dafür zu tun, Menschen rasch wieder in Beschäftigung zu bringen“, betont LH Anton Mattle. Dem pflichtet auch Arbeitslandesrätin Astrid Mair bei: „Mit der Arbeitsmarktstrategie Tirol 2030 haben wir einen klaren Fahrplan für einen starken Arbeitsmarkt für alle geschaffen. Unser Ziel ist es, Menschen in Beschäftigung zu halten, Qualifizierung gezielt zu fördern und auf dem Weg in den Arbeitsmarkt bestmöglich zu unterstützen. Die Entwicklung zeigt, dass Tirol auf dem richtigen Weg ist. Gleichzeitig machen die aktuellen Zahlen deutlich, wo wir weiter ansetzen müssen.“
Jugend, Menschen mit Behinderungen und Langzeitbeschäftigungslose im Fokus
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung zeigen die aktuellen AMS-Daten auch Herausforderungen. So ist die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren um 5,5 Prozent gestiegen. Auch bei Menschen mit Behinderungen wurde ein deutlicher Anstieg von 14,5 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,7 Prozent auf 2.430 Personen.
„Gerade diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig gezielte Unterstützung ist. Unser Anspruch ist, niemanden zurückzulassen. Deshalb investieren wir unter anderem auch gezielt in Maßnahmen für Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und langzeitbeschäftigungslose Personen. Wer arbeiten will, soll dabei auch unterstützt werden“, so LRin Mair.
Ein bisheriger Erfolg der Arbeitsmarktstrategie Tirol 2030 ist etwa die Etablierung des neuen Programms „Job Navi“. Es begleitet langzeitbeschäftigungslose Menschen individuell auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Dabei werden nicht nur berufliche Qualifikationen, sondern auch persönliche Lebensumstände wie Gesundheit, Wohnsituation oder finanzielle Herausforderungen berücksichtigt. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen wird ein individueller Wiedereinstiegsplan erarbeitet. Die Begleitung endet dabei nicht mit dem Arbeitsbeginn, sondern wird auch nach der erfolgreichen Vermittlung fortgesetzt, um Beschäftigungsverhältnisse langfristig zu sichern. Aktuell werden 91 Menschen über Job Navi betreut.
Lehre bleibt Zukunftschance
Laut Zahlen des AMS sind Lehrlinge weiter begehrt: Ende Juli waren 1.251 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet – ein Plus von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
„Die Lehre ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Jede offene Lehrstelle ist eine Chance für junge Menschen und zugleich eine Investition in die Fachkräfte von morgen. Deshalb stärken wir die Lehre mit unserer Lehrlingsoffensive – bestehend aus finanziellen Unterstützungen und Initiativen wie dem ‚Lehrling des Monats‘ und dem ‚Lehrling des Jahres‘. Wir wollen noch mehr junge Menschen für diesen Weg begeistern und den Betrieben die Fachkräfte sichern, die sie brauchen“, unterstreicht LRin Mair.
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