Wärmepumpen – effizient, ausgereift und wirtschaftlich
9.7.2026 - | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Bundesminister Schneider zum BEG und aktueller Stand Wärmepumpen-Entwicklung.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat heute Nachmittag den neuen Förderkonditionen für klimafreundliche Heizungen zugestimmt.
Dazu erklärt Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Mit der Reform der Heizungsförderung gelingt es uns, Geld einzusparen und zugleich die positiven Wirkungen für Klimaschutz und moderne Heizungstechnologie zu erhalten. Die Förderung wird zukünftig effizienter und sozialer sein. Untere Einkommen und Familien profitieren stärker als bisher. Auch das Abschmelzen der Förderhöchstbeträge ist sinnvoll, weil wir damit Anreize setzen, die Marktpreise für Wärmepumpen Schritt für Schritt zu senken. Gerade kleine und mittlere Einkommensgruppen und Familien können sich mit der Förderung gut vor steigenden Öl- und Gaspreisen schützen. Übrigens: Im Sommer kann eine Wärmepumpe auch kühlen."
Wesentliche Ziele der Förderung: einerseits private Haushalte bei der Umstellung auf moderne, sparsame und emissionsarme Heizungen weiter zu unterstützen, die sich diese nicht leisten können, andererseits neue Heizungstechnologien zu fördern, die umwelt- und klimafreundlich sind. Diese Kriterien erfüllt vor allem die Wärmepumpe.
Die Wärmepumpe ist heute die effizienteste, sparsamste und klimafreundlichste Standardheizung für Wohngebäude. Sie hat die Gasheizung als beliebteste Heizungsart der Deutschen überholt. Moderne Geräte arbeiten zuverlässig auch in vielen Bestandsgebäuden. Wer heute in eine Wärmepumpe investiert, senkt langfristig Energiekosten, macht sich unabhängiger von fossilen Brennstoffen und investiert in eine zukunftssichere Heiztechnik.
- Wärmepumpen sind die effizienteste Heiztechnik am Markt
Moderne Wärmepumpen erzeugen aus 1 Kilowattstunde (kWh) Strom typischerweise 3 bis 5 kWh Wärme. Das bedeutet: Rund zwei Drittel bis vier Fünftel der Heizenergie stammen kostenlos aus der Umwelt (Luft, Erdreich oder Grundwasser), nur ein kleiner Teil aus Strom. Keine andere heute verfügbare Heiztechnologie nutzt Energie so effizient.
- Die Technik ist heute deutlich weiter als noch vor wenigen Jahren
Moderne Wärmepumpen sind für einen Großteil der Bestandsgebäude eine zuverlässige Lösung. Neue Geräte erreichen deutlich höhere Effizienzwerte als frühere Generationen. Hochtemperatur-Wärmepumpen können heute auch mit bestehenden Heizkörpern betrieben werden. Feldstudien zeigen, dass selbst Luft-Wärmepumpen in Altbauten gute Jahresarbeitszahlen erreichen können.
Wo früher oft aus Gewohnheit zur klassischen Gasheizung geraten wurde, ist die Wärmepumpe inzwischen für die meisten Handwerksbetriebe zur technologischen und wirtschaftlichen Erstempfehlung geworden.
- Auch ältere Häuser sind geeignet
Wärmepumpen funktionieren nicht nur im Neubau, sondern vielfach auch im Gebäudebestand. Viele ältere Heizkörper sind ausreichend groß dimensioniert. Oft genügt bereits eine Optimierung der Heizungsanlage, ohne dass eine umfassende Sanierung erforderlich ist. Auch muss das Gebäude nicht vollumfänglich energetisch saniert sein, damit sich der Einbau einer Wärmepumpe lohnt. Punktuelle Dämmungen reichen oftmals aus.
- Wärmepumpen senken dauerhaft die Heizkosten
Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich durch:
- den sehr hohen Wirkungsgrad,
- die Kombination mit einer Photovoltaikanlage,
- durch den Wegfall fossiler Brennstoffe: dadurch werden keine CO2-Abgaben fällig und die Preisrisiken fossiler Brennstoffe wie Gas und Öl spielen für die Heizkosten keine Rolle mehr.
Je effizienter die Anlage arbeitet, desto geringer fallen die laufenden Energiekosten aus.
- Wärmepumpen sind die klimafreundlichste Heizlösung
- Unsere Gebäude befinden sich im Wandel: Wir sehen im Neubau bereits wie die zukünftigen Gebäude aussehen und funktionieren. Dort ist die Wärmepumpe bereits ganz selbstverständlich die Standard-Lösung. Auch in Bestandsgebäuden ist die Wärmepumpen über die letzten Jahre eine immer stärker gefragte Heizungslösung geworden.
- Wärmepumpen verursachen bereits heute deutlich weniger Treibhausgasemissionen als Öl- oder Gasheizungen.
- Mit dem weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie verbessert sich ihre Klimabilanz automatisch – ganz ohne Austausch der Heizung.
Die Investition in eine Wärmepumpe zahlt sich gerade angesichts der weiteren Förderung mittel- bis langfristig also durch niedrigere Energiekosten aus, insbesondere weil die Wärmeerzeugung dann unabhängig von Öl und Gas wird. Das trägt auch zum Werterhalt der Immobilie bei.
https://www.bundesumweltministerium.de/meldung/waermepumpen-effizient-ausgereift-und-wirtschaftlich