In der Neustadt wurde die 40-Grad-Marke geknackt.
Die Hitze der vergangenen Tage hat auch der Landeshauptstadt Dresden einen neuen Rekord beschert – oder besser gesagt drei. Denn sowohl beim Tagesmittelwert, beim Tageshöchstwert und der tiefsten Temperatur in der Nacht wurden neue Höchstwerte erreicht.
Bisher gab es an der Station Dresden-Klotzsche nur einen einzigen Tag mit einer Tagesdurchschnittstemperatur über 30 Grad Celsius, der 16. Juli 2007. Dieser Wert wurde sowohl am Sonnabend, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni 2026, mit einem Tagesmittelwert von 31 Grad Celsius bzw. 32,9 Grad Celsius überschritten. Der bisherige Höchstwert der Tagestemperatur von 38,2 Grad Celsius vom 29. Juni 2022 wurde sowohl am 27. Juni 2026 mit 38,6 und am 28. Juni 2026 mit 39,6 Grad Celsius übertroffen. Im Stadtgebiet war es nochmal wärmer als am Stadtrand in Klotzsche. Erstmalig wurde an der Station Dresden-Neustadt die 40-Grad-Marke überschritten. Über drei Stunden hinweg lag die Lufttemperatur an der Station in der Jordanstraße am 28. Juni 2026 über 40 Grad Celsius (15 Uhr: 40,0 Grad Celsius; 16 Uhr: 40,4 Grad Celsius; 17 Uhr: 40,0 Grad Celsius).
Die Nacht von Sonnabend zu Sonntag war die bisher wärmste, die seit 1961 an der Messstation Dresden-Klotzsche gemessen wurde. Das Thermometer fiel nicht unter 25,5 Grad Celisus. In der Dresdner Neustadt lag die nächtliche Tiefsttemperatur sogar bei 26,1 Grad Celsius. Die niedrigsten Temperaturen wurden dabei zwischen 5 und 6 Uhr erreicht. Seit der Nacht vom 24. zum 25. Juni 2026 fielen die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad Celsius – das hieß also bereits fünf Tropische Nächte in Folge. An erholsamen Schlaf war deshalb wohl bei den meisten Dresdnerinnen und Dresdnern nicht zu denken.
Datenquelle DWDTagesmittelwertTageshöchstwertTagesminimum
Klotzsche Neustadt Klotzsche Neustadt Klotzsche Neustadt
26.06. 28,5 29,9 35,6 36,5 20,5 22,4
27.06. 31,0 32,3 38,6 39,4 21,0 23,1
28.06. 32,9 33,6 39,6 40,4 25,5 26,1
Ursache für diese Witterung war ein blockierendes Hochdruckgebiet. Eine Kaltfront in der Nacht von Sonntag zu Montag sorgte für ein heftiges Gewitter und damit vorerst für das Ende dieser extremen Hitzewelle.
Die Stadtverwaltung warnt seit langem vor den Auswirkungen der Klimaveränderungen. Erst kürzlich stellte das Amt für Gesundheit und Prävention den Hitzeaktionsplan vor. In diesem Zuge veröffentlichte das Umweltamt neue Wärmebelastungskarten. Informationen dazu sind auf dem Hitzeportal unter www.dresden.de/hitzeportal zu finden.