Mit den anhaltenden Unsicherheiten und den wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen steht der heimische Wirtschaftsstandort weiterhin unter Druck. Durch Aufholprozesse anderer Industrieregionen, neue internationale Wettbewerber und globale Veränderungen der Wertschöpfungsketten bleibt eine konsequente Weiterentwicklung essenziell für Vorarlberg. Dabei steht Vorarlberg als Region im Wettbewerb mit zumindest 290 anderen Regionen Europas. Als hoch entwickelte Industrieregion sogar in unmittelbarer Konkurrenz mit 49 weiteren Regionen, die einen ähnlich hohen Entwicklungsstand sowie vergleichbare Standortbedingungen aufweisen. Um sich nachhaltig im Wettbewerb der Regionen behaupten zu können, gilt es deshalb die Kräfte zu bündeln, Synergien zu nutzen und sich gezielt zu positionieren.
Mit standortpolitischen Maßnahmen wird bereits einer verstärkt produktivitätsorientierten Ausrichtung der regionalen Wirtschaftspolitik Rechnung getragen. Dazu zählen beispielweise die in der jüngeren Vergangenheit getätigten Investitionen in die Fachhochschule Vorarlberg, die im Rahmen des EFRE-Programms genehmigten Forschungsprojekte, die Ansiedlung des HSG-Instituts oder die Gründung der Startup Vorarlberg GmbH.
Ein weiterer wesentlicher Schritt ist nun die strategische Weiterentwicklung der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) und der Vorarlberg Tourismus GmbH (VT).
Gemeinsames Ziel
„Um uns weiter im europäischen Spitzenfeld zu behaupten, müssen wir die Herausforderungen annehmen und unser Entwicklungspotenzial ausschöpfen. Dazu gehört auch die Bündelung regionaler Kräfte“, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner.
„Mit der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences, der neu gegründeten Startup-Gesellschaft Startup Vorarlberg GmbH und einem starken Forschungsumfeld entsteht ein dynamischer Innovationsraum, der über die Region hinaus strahlt. Der CAMPUS V wird damit zum zentralen Knotenpunkt für Innovation, Austausch und die Entwicklung unserer Zukunft. All das spiegelt sich im chancenreichen Lebensraum Vorarlberg wider“, sagt Landeshauptmann Wallner.
Die gemeinsame Verortung der Landesgesellschaften am CAMPUS V spielt dabei eine bedeutende Rolle: Die Organisationen WISTO und Vorarlberg Tourismus mit Convention Partner Vorarlberg arbeiten nun unter einem Dach und bündeln ihre Kompetenzen.
Wirtschaften, Arbeiten, Urlauben, Leben in Vorarlberg
Im Zuge dieser Zusammenführung wird die Standortpositionierung neu gedacht: Die integrierte Standortkommunikation findet unter einem einheitlichen Erscheinungsbild eine starke Klammer. Das ermöglicht Effizienz und Konsistenz in der Kommunikation und stellt die Stärken Vorarlbergs – von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit über touristische Attraktivität bis hin zu Lebensqualität – in den Fokus.
„Ziel ist es, Synergien konsequent zu nutzen, Leistungen enger aufeinander abzustimmen und Vorarlberg als attraktiven Wirtschafts-, Arbeits-, Urlaubs- und Lebensraum noch klarer zu positionieren“, erklärt Tittler. „Das stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und macht Vorarlberg sichtbarer. Der neue Standort am CAMPUS V ist dabei ein logischer Entwicklungsschritt.“
Einheitlicher Auftritt und klare Ausrichtung
Die gemeinsame Markenführung steht auf einem starken Fundament: Tourismus, Standortentwicklung und Lebensraum teilen zentrale Werte. Lebensqualität, Sicherheit, hohe Leistungsbereitschaft und außerordentliches gesellschaftliches Engagement in der breiten Bevölkerung bilden die Basis für einen erfolgreichen Wirtschafts-, Arbeits- und Tourismusstandort.
Das einheitliche Erscheinungsbild gibt dieser Haltung eine klare Form. Es bündelt die Kommunikation, schärft die Wahrnehmung und stärkt Vorarlbergs Auftritt nach innen und außen: regional, national und international. So entsteht eine starke Standortmarke, die sichtbar macht, wofür Vorarlberg steht – und worin die Attraktivität der Region liegt.
Synergien nutzen – Leistungen stärken
Am Standort sind künftig drei zentrale Aufgabenbereiche vereint:
Dabei werden nicht nur Synergien genutzt und das bestehende Leistungsportfolio der Organisationen ausgebaut, sondern auch weitere Angebote geschaffen. Dazu zählen in weiterer Folge unter anderem auch
„Wir schaffen ein Umfeld, in dem Innovation, Unternehmensservices und Zusammenarbeit optimal aufeinander abgestimmt sind. Durch die Bündelung der Kräfte können wir unsere Dienstleistungen im Bereich des Wirtschaftsservice weiter stärken, Kapazitäten ausbauen und die heimischen Unternehmen als One-Stop-Shop noch besser unterstützen“, betont Jimmy Heinzl, Geschäftsführer der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO).
Für den Tourismus ergeben sich dadurch ebenfalls neue Chancen: „Innovation entsteht an den Schnittstellen von Branchen. Daher bin ich überzeugt, dass großes Potenzial in dieser Zusammenarbeit steckt. Die beteiligten Organisationen profitieren gegenseitig, wir ergänzen uns und lernen voneinander, nehmen neue Perspektiven ein – mit Vorteilen für den Standort Vorarlberg in seiner Gesamtheit und Vielfalt. Auch im Tourismussystem selbst und für unsere Destinationen schaffen wir Chancen, etwa durch neue Services im Bereich der digitalen Angebote und in der Marktforschung. Durch die gemeinsame Markenführung positionieren wir Vorarlberg kräftiger und klarer als vernetzten Lebensraum“, erklärt Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus.
forum Vorarlberg als Schaufenster und Begegnungsraum
Ein zentrales Element des neuen Standortmarketings ist das forum Vorarlberg im Erdgeschoss des Bauteils 3. Die multifunktionalen Veranstaltungsräume fungieren als Schaufenster für Vorarlbergs Wirtschaft und Tourismus mit besonderem Fokus auf die regionale Innovationskraft und dienen zugleich als moderner Werk-, Arbeits- und Begegnungsraum. Ausgestattet mit State-of-the-art-Medientechnik bietet das forum Vorarlberg vielfältige Möglichkeiten für eigene Veranstaltungen, Präsentationen, Live-Übertragungen sowie Content-Generierung und steht auch externen Partnern, die auf die Standortmarke einzahlen, zur Verfügung.
„Mit dem forum Vorarlberg schaffen wir einen Begegnungsraum, der Unternehmen, Institutionen und die interessierte Bevölkerung vernetzt und den Austausch stärkt. Das verleiht dem CAMPUS V als führendes Vorarlberger Innovationsquartier zusätzliche Dynamik und Bedeutung“, so Tittler.
Innovationsquartier wichtig für die Entwicklung neuer Chancen
Für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg ist die enge Vernetzung von Wirtschaft, Forschung, Ausbildung und Standortmarketing am CAMPUS V wichtig für die Entwicklung neuer Chancen, Innovationen und zukunftsweisender Impulse. „Als Mitgesellschafter der WISTO - Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH und der VT - Vorarlberg Tourismus GmbH begrüßen wir die Zusammenführung der beiden Organisationen am CAMPUS V in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fachhochschule Vorarlberg. Ergänzt durch ein Institut der Hochschule St. Gallen, die V-Research GmbH und die in der benachbarten Postgarage beheimateten Startup Vorarlberg GmbH und Junge Wirtschaft Vorarlberg entstehen hier Synergien und eine Stärkung des CAMPUS V als Plattform für Innovation, Kooperation, Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das heute zu eröffnende neue Forum Vorarlberg bietet nunmehr den idealen Mittelpunkt all dieser Aktivitäten für deren Vernetzung und Präsentation“, so Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, abschließend.
Mit dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten im Bauteil 3 am CAMPUS V in Dornbirn setzen die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) und die Vorarlberg Tourismus GmbH mit Convention Partner Vorarlberg einen bedeutenden Schritt für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Dadurch entsteht ein neues, integrales Zentrum für Wirtschaft, Tourismus und Innovation. „Ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Innovationsquartiers CAMPUS V und den Wirtschaftsstandort Vorarlberg“, so die Podiumssprecher übereinstimmend.