„Wir machen unsere bayerischen Finanzämter fit für die Zukunft! Ab Januar 2027 gilt: ‚Wir stellen uns neu für Sie auf!‘ – Unsere bayernweite Strukturoptimierung geht mit zwei neuen Finanzämtern in Niederbayern in die Umsetzung. Wir schaffen die Grundlage für eine moderne, serviceorientierte und zukunftsfähige Finanzverwaltung: Bürgerfreundlichkeit und Effizienz haben oberste Priorität! Die Interessen und Bedürfnisse unserer Beschäftigten sowie unserer Bürgerinnen und Bürger stehen im Mittelpunkt. Durch Aufgabenspezialisierung, kürzere Kommunikationswege, die Stärkung kleinerer Standorte und die damit verbundenen Entwicklungschancen für die Beschäftigten wird die Effizienz insgesamt weiter erhöht. Gleichzeitig bleibt die Steuerverwaltung selbstverständlich flächendeckend präsent und sorgt weiterhin mit Servicezentren vor Ort in allen Regionen für eine bürgernahe Versorgung!“, kündigt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker an.
„Voraussetzung und Basis für die Reform ist der hohe Digitalisierungsgrad in unserer Steuerverwaltung. Vom Eingang der Steuererklärung und der Einreichung von Belegen, über die Bearbeitung bis hin zur elektronischen Bekanntgabe – unsere Prozesse sind zu 100 Prozent digital möglich! Die Steuerverwaltung gilt bereits heute als digitalste aller Verwaltungen – sowohl intern als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern setzen wir auf digitale Kommunikation: Mit rund 25 Millionen aktiven Benutzerkonten ist ELSTER das erfolgreichste eGovernment-Verfahren Deutschlands – made in Bavaria!“, so Füracker weiter.
Die bayernweite Strukturoptimierung der Steuerverwaltung ist 2026 in Mittelfranken gestartet und wird sukzessive ausgeweitet. Ab 1. Januar 2027 werden aus den bisher neun Finanzämtern und drei Außenstellen in Niederbayern insgesamt zwei Finanzämter mit mehreren Standorten. Die bisherigen Finanzämter Grafenau, Passau mit Außenstellen Bad Griesbach und Vilshofen, Straubing und Zwiesel mit Außenstelle Viechtach bilden zukünftig das Finanzamt Niederbayern-Ost. Die bisherigen Finanzämter Deggendorf, Dingolfing, Eggenfelden, Kelheim und Landshut und werden zum Finanzamt Niederbayern-West. Die bisherigen Standorte und die entsprechenden Arbeitsplätze für die Beschäftigten bleiben auch zukünftig erhalten.
Die Strukturoptimierung bietet zahlreiche Vorteile. So bleibt beispielsweise bei einem Umzug innerhalb des Finanzamtsbezirks die bisherige Steuernummer weiterhin gültig. Finanzamtswechsel und Steuernummernwechsel werden dadurch umfangreich reduziert.
Die Arbeitsprozesse der bayerischen Finanzämter sind bereits sehr gut digitalisiert und werden stetig weiter optimiert. Über 80 Prozent der Einkommensteuererklärungen gehen bereits digital beim Finanzamt ein – davon ein Großteil über das Online-Portal Mein ELSTER. Auch die Einreichung von Belegen sowie die Anforderung weiterer Unterlagen bei den Steuerpflichtigen ist über ELSTER möglich. Durch die umfassenden digitalen Möglichkeiten wird perspektivisch auch die Effizienz gesteigert – die Bürgerinnen und Bürger profitieren von kürzeren Abstimmungswegen und damit im Ergebnis auch schnelleren Bearbeitungszeiten. Der Service von ELSTER wird zudem immer weiter ausgebaut.
Bürgerinnen und Bürger können selbstverständlich weiterhin die Serviceangebote vor Ort wahrnehmen oder beispielsweise ihre Post in den jeweiligen Briefkasten einwerfen beziehungsweise im Servicezentrum ihre Anliegen besprechen. Auch die telefonische Erreichbarkeit der Ansprechpartner sowie die jeweilige Zuständigkeit bleiben vorerst unverändert. Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit, ihre Anliegen einfach, unkompliziert und bequem über die digitale Plattform ELSTER an das Finanzamt zu übermitteln.
Die organisatorische und technische Zusammenführung der gleichberechtigten Standorte wird schrittweise durchgeführt und kann daher auch nach Gründung noch einige Zeit in Anspruch nehmen.