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    <titulek>BDEW legt Bürokratie-Checkliste anhand von Praxisfällen vor</titulek>
    <datum>15.10.2026</datum>
    <subjekt>Bundesverband der Energie - und Wasserwirtschaft</subjekt>
    <autor>
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        <email></email>
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        <nadrazeny>Deutschland</nadrazeny>
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    <kategorie>
        <polozka>Handel und Wirtschaft</polozka>
        <polozka>Energieindustrie</polozka>
        <polozka>Recht</polozka>
    </kategorie>
    <perex>Der BDEW hat konkrete Vorschläge vorgelegt, wie sich Bürokratiekosten bei zukünftigen Gesetzes- und Regulierungsvorhaben identifizieren und vermeiden lassen. Im Rahmen eines Gutachtens wurden dazu die Bürokratiekosten von vier Praxisfällen erhoben, die Ursachen für die Aufwände analysiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Ergebnis ist eine Checkliste für künftige Gesetzgebungs- und Festlegungsprozesse. </perex>
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„Die Reduzierung von Bürokratiekosten ist ein wichtiges Ziel von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade angesichts der Herausforderung, Energiekosten nicht übermäßig zu belasten, müssen Zeit und Geld effizient eingesetzt werden. Unnötige Bürokratie bindet beides“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

„Das Gutachten macht sichtbar, was sonst unter den Tisch fällt. Mit Beschluss einzelner Maßnahmen beginnt die Arbeit in den Unternehmen, diese umzusetzen – teilweise verbunden mit Kosten in Millionenhöhe. Die erhobenen Kosten liegen dabei deutlich über den vom Gesetzgeber ausgewiesenen Erfüllungsaufwänden.“

Untersucht wurden die Aufwände in den Unternehmen bei


der Teilnahme am nationalen Emissionshandel und EU-ETS 2,
dem verpflichtenden Angebot eines dynamischen Stromtarifs,
der Abwicklung der Energiepreisbremsen,
der Umsetzung des 24h-Lieferantenwechsels.

Aus den Erfahrungen anhand dieser vier Praxisfälle werden im Gutachten Empfehlungen für künftige Gesetzgebung und Regulierung abgeleitet.

Andreae: „Zu kurze Fristen, unklare Vorgaben und nachträgliche Änderungen verursachen vermeidbaren Aufwand. Neue Regeln müssen deshalb von Anfang an so gestaltet sein, dass sie in den Unternehmen effizient und tragfähig umgesetzt werden können. Dazu gehört, die Erfahrungen der Unternehmen frühzeitig einzubeziehen. Vorgaben müssen eindeutig feststehen, bevor Umsetzungsfristen beginnen. Ebenso muss berücksichtigt werden, ob der Aufwand verhältnismäßig ist. Auch nach Inkrafttreten einer Vorgabe muss überprüft werden, ob sie ihr Ziel erreicht und welche Kosten tatsächlich entstehen.“

Die im Gutachten vorgeschlagene Checkliste kann bei Gesetzes- und Regulierungsvorhaben angewendet werden und eine realistische Folgenabschätzung ergänzen. Sie hilft, frühzeitig zu prüfen, ob eine Vorgabe erforderlich, wirksam und in der Praxis umsetzbar ist.

„Unabhängig davon gilt nach wie vor: Es braucht auskömmliche Fristen bei Konsultationen in Gesetzgebungs- und Regulierungsverfahren. Gerade bei komplexen und grundlegenden Änderungen, die miteinander in Wechselwirkung stehen, ist eine umfassende Einbeziehung der Branche für gute und effiziente Gesetzgebung und Regulierung unabdingbar“, so Andreae.

„Wir wollen die Studienergebnisse mit Politik, Ministerien und Regulierungsbehörden erörtern, um Bürokratiekosten und Umsetzungsrisiken künftig frühzeitig zu erkennen und unnötige Belastungen zu vermeiden. Ein Praxis-Check vor Verabschiedung neuer Vorgaben hilft, Unternehmen zu entlasten. Dies findet sich im Geist des Koalitionsvertrages auch wieder und sollte nun umgesetzt werden.“

Hintergrund
Das Gutachten „Bürokratiekosten in Energiehandel/-vertrieb“ wurde von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland im Auftrag des BDEW erstellt. Es untersucht anhand von vier exemplarischen Anwendungsfällen die bürokratischen Belastungen für Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Grundlage sind eine strukturierte Unternehmensbefragung und vertiefende Interviews; die Angaben wurden von PwC mit Vertretern von BDEW-Mitgliedsunternehmen validiert. Es macht Kosten und Ursachen bürokratischer Belastungen sichtbar und leitet daraus Handlungsempfehlungen sowie eine Checkliste zur Vermeidung unnötiger Aufwände bei künftigen Gesetzgebungs- und Festlegungsprozessen ab.

Das gesamte Gutachten finden Sie hier.


https://www.bdew.de/presse/bdew-legt-buerokratie-checkliste-anhand-von-praxisfaellen-vor

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