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    <titulek>Pistorius bei Spartan Arrow 2026: Erster Schuss mit neuem Flugabwehrsystem</titulek>
    <datum>14.10.2026</datum>
    <subjekt>Bundesministerium für Verteidigung</subjekt>
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        <nadrazeny>Deutschland</nadrazeny>
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        <polozka>Rüstungsindustrie</polozka>
        <polozka>Staatsverwaltung und Selbstverwaltung</polozka>
        <polozka>Sicherheit</polozka>
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    <perex>Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 14. Oktober 2026 die Luftverteidigungsübung Spartan Arrow 2026 auf der griechischen Insel Kreta besucht. Die Besonderheit in diesem Jahr: Neben dem traditionellen Patriot-Schießen wurde auch der erste scharfe Schuss mit dem Flugabwehrsystem IRIS-T SLM geübt. Vor Ort sprach der Minister auch mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias.</perex>
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Die Bundeswehr stärkt konsequent ihre bodengebundene Luftverteidigung und damit die Fähigkeit, Deutschland und das NATO-Bündnisgebiet gegen Bedrohungen aus der Luft zu schützen. Bei der Übung Spartan Arrow 2026 demonstriert die Bundeswehr, was sie auf diesem Gebiet kann.

Leistungsfähige, mehrschichtige Luftverteidigung: Patriot und IRIS-T SLM
Kaum irgendwo wird der Fähigkeitsaufwuchs der Bundeswehr in der bodengebundenen Luftverteidigung so sichtbar wie auf Kreta. Denn dort, auf dem NATO-Schießplatz NAMFI, wird der scharfe Schuss geübt. Bei Spartan Arrow 2026 wurde erstmalig auch das neu in die Bundeswehr eingeführte Waffensystem IRIS-T SLM eingesetzt – ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur vollen Einsatzbereitschaft des Systems.

Ein scharfer Schuss ist mehr als ein erfolgreicher Test. Er ist der Beweis, dass Mensch, Handwerk, Technik und das System eingespielt sind – dann, wenn es drauf ankommt, für den Fall, dass es darauf ankommt. Aus dem Training hier auf Kreta wird echte Verteidigungsbereitschaft.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

IRIS-T SLM ist derzeit das modernste westliche Flugabwehrsystem im mittleren Reichweitenspektrum, das aufgrund seiner 360-Grad-Fähigkeit insbesondere für den Schutz von kritischer Infrastruktur hervorragend geeignet ist. Die Waffensysteme Patriot und IRIS-T SLM besitzen sich ergänzende Fähigkeiten der bodengebundenen Luftverteidigung. Mit unterschiedlichen Reichweiten und Fähigkeitsspektren tragen sie zu einem abgestuften Schutz gegen Bedrohungen aus der Luft bei.

Sichtbarer Fähigkeitsaufwuchs der Bundeswehr in der bodengebundenen Luftverteidigung: Der erstmalige scharfe Schuss mit IRIS-T SLM ist ein Meilenstein auf dem Weg der Einsatzprüfung und technischen Zertifizierung des neuen Flugabwehrsystems

© Bundeswehr/Christoph Kassette

Einsatzbereite Kräfte der bodengebundenen Luftverteidigung
Die aktuelle Sicherheitslage mache die Fähigkeit zur bodengebundenen Luftverteidigung wichtiger denn je, unterstrich Verteidigungsminister Pistorius auf Kreta. Jüngste Konflikte zeigten, dass eine wirksame Luftverteidigung wesentlicher Bestandteil einer glaubwürdigen Verteidigung sei.

„Sicherheit im Bündnis bedeutet immer auch, Verantwortung füreinander zu übernehmen, miteinander zu üben und sich auf den anderen verlassen zu können. Sie wird dort gestärkt, wo europäische Partner ihre Fähigkeiten zusammenbringen“, betonte der Minister mit Blick auf die Übung, bei der schwedische und deutsche Kräfte der bodengebundenen Luftverteidigung die kollektive Verteidigung trainieren und dabei von der Expertise der griechischen Streitkräfte profitieren.




Während Spartan Arrow 2026 übt die Bundeswehr gemeinsam mit dem NATO-Partner Schweden mehrere Tage auf dem NATO-Schießplatz NATO Missile Firing Installation (NAMFI) auf Kreta unter realistisch simulierten Einsatzbedingungen. Eingebettet in ein taktisches Szenario werden Ausbildungs- und Leistungsstand des Führungs- und Bedienpersonals sowie Zuverlässigkeit und Effektivität von Waffensystemen im scharfen Schuss überprüft und bewertet. An der Übung nehmen etwa 650 Soldatinnen und Soldaten mit rund 300 Fahrzeugen teil. Unter anderem kommen deutsche Patriot, IRIS-T SLM und leichte Flugabwehrsysteme zum Einsatz. Die jährliche Übung auf Kreta ist der Höhepunkt der Einsatzausbildung der Flugabwehrraketenverbände. 



Übergabe des leichten Flugabwehrsystems an das Heer
Neben dem scharfen Schuss fand auf Kreta auch die offizielle Übergabe des leichten Flugabwehrsystems von der Luftwaffe an das Heer statt. Als Symbol dafür wurde der letzte Schuss der Luftwaffe sowie der erste Schuss des Heeres abgefeuert. Das Heer übernimmt die Systeme zurück und wird zeitnah wieder über ein erprobtes Waffensystem zum Schutz im Nahbereich verfügen, bevor neue Systeme wie IRIS-T SLS oder Skyranger 30 verfügbar sind.

Das leichte Flugabwehrsystem wurde 2001 offiziell in die Bundeswehr eingeführt. Der Verbund aus Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeug (AFF) und Waffenträger Ozelot kann Luftziele frühzeitig erkennen, identifizieren und bekämpfen. Das System kann sowohl bei beweglich geführten Operationen als auch zum Schutz stationärer Kräfte eingesetzt werden. Aufgrund der Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe wurde das Waffensystem 2012 in die Luftwaffe überführt. Der nun begonnene laufende Wiederaufbau der Heeresflugabwehrtruppe ist ein wichtiger Bestandteil der bundeswehrgemeinsamen Anstrengung, Truppen, militärische Einrichtungen und verteidigungswichtige Infrastruktur hinreichend schützen zu können. Ziel ist eine Heeresflugabwehr, die auf die heutigen Bedrohungen und das vernetzte Gefecht ausgerichtet ist. Denn: Im Zeitalter von Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen ist der Schutz gegen Bedrohungen aus der Luft wichtiger denn je.

Deutschland und Griechenland: Bilaterale Beziehung
Auf Kreta traf sich Verteidigungsminister Pistorius auch mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias. Beide Minister waren sich einig, den bilateralen Austausch darüber, wie man auf aktuelle Entwicklungen reagiere, künftig zu vertiefen. Es sei klar, die NATO müsse europäischer werden, um transatlantisch zu bleiben. „Ich bin froh, mit Griechenland einen verlässlichen Partner und Alliierten an unserer Seite zu haben“, hob Pistorius im Anschluss an das Treffen hervor. Griechenland stelle auf Kreta eine hervorragende Infrastruktur und Expertise bereit. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zeige sich aber nicht nur auf Kreta, sondern auch bei der Ausbildung deutscher Kampfflugzeugführer in Kalamata oder bei der erfolgreichen und zuverlässigen Zusammenarbeit in zahlreichen Einsätzen und Missionen, so der Minister.

von Lara Finke

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/spartan-arrow-2026-luftverteidigung-bodengebunden-6164464

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