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    <titulek>Tag der Reparatur: Reparieren muss einfach sein und sich lohnen</titulek>
    <datum>14.10.2026</datum>
    <subjekt>WWF Deutschland</subjekt>
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        <kontakt>&lt;div&gt; &lt;p&gt;Kontakt&lt;/p&gt; &lt;h4&gt; &lt;span&gt; Julia &lt;/span&gt; &lt;span&gt; Dibiasi &lt;/span&gt; &lt;/h4&gt; &lt;p&gt; Pressesprecherin &lt;/p&gt; &lt;p&gt;Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Finanzen / Berlin&lt;br&gt; &lt;br&gt; &lt;br&gt; &lt;/p&gt; &lt;div&gt;     www.wwf.de      julia.dibiasi@wwf.de      030 311777438  &lt;/div&gt; &lt;div&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt; &lt;div&gt;     www.wwf.de      julia.dibiasi@wwf.de      030 311777438  &lt;/div&gt;</kontakt>
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        <nadrazeny>Deutschland</nadrazeny>
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        <polozka>Politik</polozka>
        <polozka>Abfallwirtschaft</polozka>
        <polozka>Umwelt</polozka>
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    <perex>WWF: Bundesregierung muss Reparaturbonus beschließen, statt prüfen.</perex>
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261 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, 30 Millionen Tonnen Ressourcen und 35 Millionen Tonnen Abfall – entstehen nach Angaben der EU-Kommission jedes Jahr in Europa, weil Produkte vorzeitig entsorgt werden. Das zum 31. Juli in Kraft getretene Recht auf Reparatur soll daran etwas ändern. Seitdem müssen Hersteller bestimmter Produkte diese auch nach Ablauf der zweijährigen gesetzlichen Gewährleistung zu einen „angemessenen Preis“ reparieren. Doch das Recht auf Reparatur gilt bisher nur für große Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Fernseher, nicht jedoch für Laptops oder Kaffeemaschinen. Und auch der „angemessene Preis“ lässt Raum für Gestaltung.Im Alltag stellt das viele Menschen vor das Problem, dass Reparaturen allzu häufig zu teuer oder kaum möglich scheinen. Zum Tag der Reparatur am 17. Oktober möchte der WWF Deutschland daher auf den vom Bundeskabinett am 30. September beschlossenen Aktionsplan Nachhaltigkeit aufmerksam machen. Denn darin zeigt die Bundesregierung eine mögliche Lösung selbst auf, indem sie ankündigt, bis zum Ende der Legislaturperiode zu prüfen, ob sie einen bundesweiten, von Unternehmen finanzierten Reparaturbonus einführt. Eckpunkte wie Höhe, Produktgruppen oder Starttermin fehlen.

„Das Recht auf Reparatur ist ein guter Anfang. Aber es bleibt eine gute Idee auf dem Papier, solange Reparieren teurer ist als Neukaufen. Im Aktionsplan Nachhaltigkeit will die Bundesregierung einen herstellerfinanzierten Reparaturbonus nur prüfen, ohne Zeitplan oder messbares Ziel. Dabei liegt das Modell auf dem Tisch: Frankreich zeigt seit 2023, wie es geht. Und weil die Hersteller zahlen, belastet der Bonus keinen öffentlichen Haushalt. Die Bundesregierung muss jetzt entscheiden, statt weiter zu prüfen“, sagt Björn Schulz, Experte für Kreislaufwirtschaft beim WWF Deutschland.

Eine ebenfalls im Aktionsplan Nachhaltigkeit angekündigte finanzielle Förderung ehrenamtlicher Reparatur-Initiativen gibt es bereits. Dazu sagt Björn Schulz: „Die Förderung ehrenamtlicher Initiativen ist super. Wer Reparatur allerdings als wirtschaftliche Chance erkennt, darf sie nicht allein auf das Engagement einzelner Verbraucher:innen stützen. Wir brauchen deshalb den staatlich organisierten Reparaturbonus – und das für möglichst viele Produktgruppen. “

In Frankreich können Menschen bereits seit 2023 zum Schuster oder Schneider gehen und Kleidung oder Schuhe zu einem vergünstigten Preis reparieren lassen. Der Betrieb verrechnet den vom Preis abgezogenen Betrag über eine App mit einem Non-Profit-Unternehmen, dessen Mittel aus einer gesetzlich vorgeschriebenen Abgabe der Textilhersteller stammen. „Es muss das Ziel sein, Produkte, die viele Ressourcen verschlingen möglichst lang im Kreislauf zu halten. Dafür müssen die Reparatur von Möbeln, Textilien und Elektrogeräten einfach und bezahlbar sein“, so Schulz.


https://www.wwf.de/2026/oktober/tag-der-reparatur

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