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        Aktiv leben mit Rheuma ist möglich
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    <datum>
        30.9.2026
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    <autor>
          | Stiftung Warentest
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        Die Diagnose Rheuma ist ein Schock. Aber die therapeutischen Möglich­keiten haben sich enorm verbessert. Und Betroffene können selbst einiges gegen die Krankheit tun.
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Etwa 700 000 Menschen leiden laut aktuellen Daten des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums hier­zulande an Gelenkrheuma – fach­sprach­lich rheumatoide Arthritis. Dabei handelt es sich um eine Auto­immunkrankheit, bei der das körper­eigene Abwehr­system die Innenhaut von Gelenken angreift und dort Entzündungen verursacht. Das kann starke Schmerzen verursachen, die Beweglich­keit massiv einschränken und Körper und Seele enorm belasten.

Doch es gibt gute Nach­richten für Betroffene: Die therapeutischen Möglich­keiten haben sich in den letzten Jahr­zehnten stark verbessert, zeigt unser neuer Ratgeber Aktiv leben mit Rheuma. Demnach lässt sich die Erkrankung heut­zutage meistens mit Medikamenten unter Kontrolle bringen. Sprich: Die Mittel können die Schmerzen stoppen, die Schädigung der Gelenke aufhalten und sogar die zugrunde liegenden Entzündungs­prozesse unterdrücken.


Häufig kommt Methotrexat zum Einsatz
Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach individuellen Faktoren wie Begleit­erkrankungen. Viele Patientinnen und Patienten werden lang­fristig mit dem immund­ämpfenden Wirk­stoff Methotrexat behandelt. Sollte dieser nicht genug ausrichten, lässt er sich mit moderneren Arznei­mitteln wie Biologika kombinieren oder gegen diese austauschen. Häufig verordnete Beispiele sind Adalimumab, Etanercept und Infliximab.

Wichtig bei den genannten Therapien: Regel­mäßige Termine in der rheumatologischen Praxis inklusive Labor­kontrollen, um Erfolg und Verträglich­keit zu über­wachen. Oft lässt sich die Dosis im Laufe der Zeit in ärzt­licher Absprache verringern. Ganz abge­setzt werden die Medikamente aber in der Regel nicht – denn dann könnte die Erkrankung wieder aufflammen.


Kortison nicht als Dauerlösung
Zudem kann es einige Wochen dauern, bis die Wirkung der oben genannten Mittel einsetzt. Um diese Zeit zu über­brücken und Rheuma-Symptome schnell zu lindern, werden oft zusätzliche Medikamente verordnet, darunter Kortison-Präparate. Lang­fristig sollten sie allerdings nicht zum Einsatz kommen, denn je nach Dosis und Dauer der Therapie sind schwere Neben­wirkungen möglich. Daher empfiehlt die aktuelle medizi­nische Leit­linie zur rheumatoiden Arthritis, dass Ärztinnen und Ärzte die Kortison-Dosis je nach Krank­heits­verlauf zügig verringern und die Kortison-Behand­lung insgesamt auf drei Monate beschränken sollten.



Auf die richtige Ernährung setzen
Zusätzlich helfen verschiedene Maßnahmen, die Erkrankte selbst ergreifen können – etwa beim Essen. So kann eine antientzündliche Ernährung laut Studien­daten verschiedenen Erkrankungen entgegen­wirken, darunter Rheuma.

Das Grund­prinzip: Entzündungs­fördernde Lebens­mittel wie Fast Food, Fertigprodukte, Snacks und zuckerhaltige Getränke werden gemieden. Und umge­kehrt entzündungs­hemmende Lebens­mittel bevor­zugt. Dazu zählen vor allem pflanzliche Erzeug­nisse, wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Voll­korn­produkte sowie gesunde Öle wie Olivenöl und Rapsöl.

Heil­same Bewegung – von Aquafitness bis Yoga
Außerdem spielt regel­mäßige Bewegung eine Schlüssel­rolle. Der Mythos, wonach Rheuma-Geplagte vor allem Schonung brauchen, ist längst widerlegt. Vielmehr unterstützt Sport die Therapie, indem er die Muskeln und Knochen stärkt und dadurch die Gelenke entlastet.

Der Einstieg sollte sanft und an den Krank­heits­verlauf angepasst sein. Gute gelenk­schonende Möglich­keiten sind etwa Aquafitness, Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren, Tai-Chi, Qigong oder Yoga.

Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, was Sie bei Ihren Bewegungs­plänen beachten sollten und ob Hilfen wie Physio- oder Ergo­therapie sinn­voll sind. Unser Ratgeber enthält auch Anleitungen für Übungen zu Hause sowie viele weitere Tipps – etwa wie sich die Seele für den Umgang mit der Erkrankung stärken lässt.




https://www.test.de/Rheumatoide-Arthritis-Aktiv-leben-mit-Rheuma-ist-moeglich-6337842-0?wt_mc=owned.site.rssfeeds.dl...


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