Erdbeben verschärft die Not in einer der ärmsten Regionen Kolumbiens: Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit 12.8.2026 | Welthungerhilfe Bonn/Berlin, 12. August 2026. Das schwere in Kolumbien am Montag hat vor allem im Westen des Landes schwere Schäden verursacht. Mehr als 220 Menschen sind nach UN-Angaben gestorben. Viele Menschen können nicht in ihre beschädigten Häuser zurück und wissen nicht, wo sie die kommenden Nächte verbringen werden. Die Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um Überlebende zu unterstützen. Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Chocó, das zu den ärmsten Regionen Kolumbiens gehört. Bereits vor dem Erdbeben war die Ernährungs­lage dort schwierig, viele Frauen, Männer und Kinder dort leiden Hunger, während Kolumbien insgesamt ein niedriges Hungerniveau aufweist. „Das Erdbeben trifft viele Familien, die schon vorher unter schwierigen Bedingungen gelebt haben. Jetzt brauchen die Überlebenden vor allem sichere Unterkünfte, sauberes Wasser, Lebensmittel sowie Sanitär- und Hygiene­versorgung“, sagt Bettina Iseli, Programmvorständin der Welthungerhilfe. Stromausfälle, beschädigte Straßen und ausgefallene Mobilfunknetze erschweren insbesondere den Zugang zu abgelegenen Gemeinden. „Unsere Partner sind vor Ort unterwegs, um schnell festzustellen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe zuerst gebraucht wird“, so Iseli. Die Welthungerhilfe plant, die Hilfsmaßnahmen ihrer europäischen Partner­organisationen Ayuda en Acción und CESVI aus dem Netzwerk Alliance2015 zu unterstützen, die über langjährige Erfahrung und Netzwerke in der Region verfügen und die bereits vor wenigen Wochen eine ähnliche Hilfsaktion nach dem Erdbeben in Venezuela organisiert haben. Die Welthungerhilfe bittet unter dem Stichwort „Erdbeben Kolumbien“ um Spenden für die Erdbebenopfer. Weitere Informationen auch unter www.welthungerhilfe.de/presse Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 13.424 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,76 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. https://www.welthungerhilfe.de/erdbeben-kolumbien-spenden/erdbeben-verschaerft-not-in-kolumbien