Feuchtgebiet Merklinger Ried: Mehr Klima- und Naturschutz in Weil der Stadt 24.2.2026 | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Bundesumweltministerium fördert Wiedervernässung in Baden-Württemberg mit rund 1,3 Millionen Euro Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Rita Schwarzelühr-Sutter, hat heute einen Förderbescheid für die Renaturierung des Merklinger Rieds an den Bürgermeister von Weil der Stadt, Christian Walter, übergeben. Das Merklinger Ried ist nicht nur ein einzigartiger Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt in der Region. Mit dem Projekt möchte die Kommune das Feuchtgebiet stabilisieren, den Ausstoß von Treibhausgasen vermindern und wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen sichern. Das Bundesumweltministerium (BMUKN) unterstützt die Maßnahmen aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit rund 1,35 Millionen Euro. Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Mit der Wiedervernässung des Moores im Merklinger Ried schützen wir nicht nur einen wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl seltener Arten, sondern stärken auch den Natürlichen Klimaschutz. Ein nasses Moor ist ein besonders wirksamer Kohlenstoffspeicher. Indem Weil der Stadt den Wasserstand stabilisiert, verhindert sie die Freisetzung von Treibhausgasen aus dem Torfboden. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, die Region widerstandsfähiger gegen trockene Sommer und Wasserknappheit zu machen. Das alles hilft Natur und Mensch gleichermaßen." Weil der Stadt reagiert mit dem Projekt auf die fortschreitende Austrocknung des Merklinger Rieds, die durch die starke Absenkung des Grundwasserspiegels verursacht wird. Diese Entwicklung ist vor allem auf die starke Vertiefung des Flussbetts der Würm seit der Begradigung des Flusses in den 1960er- und 1970er-Jahren sowie zunehmend trockene Sommer infolge des Klimawandels zurückzuführen. Das Moor verliert dadurch an Substanz, und die Lebensgrundlage vieler Pflanzen und Tiere geht verloren. Um das auszugleichen, legt die Stadt Regenwasserkanäle an und leitet gezielt Wasser zurück in das Gebiet. Ergänzend werden Feuchtwiesen und Schilfflächen gepflegt und renaturiert, um die Lebensräume typischer Röhricht- und Feuchtgebietsarten wie Teichrohrsänger und Rohrammer aufzuwerten. Die Stadt arbeitet dabei eng mit Naturschutzvereinen, Landwirtinnen und Landwirten sowie der Jägerschaft zusammen. Anwohnerinnen und Anwohner werden durch öffentliche Begehungen und Informationsangebote in die Projektmaßnahmen eingebunden. https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/feuchtgebiet-merklinger-ried-mehr-klima-und-naturschutz-in-weil-der-stadt