Flächenziele für Naturschutz, Landschaftsschutz und Biotopverbund erreicht

Datum15.10.2026
SubjektSenatskanzlei Hamburg
AutorAlexander Fricke
E-mail[email protected]
Telefon+49 40428408006
RegionDeutschland
KategorieStaatsverwaltung und Selbstverwaltung, Ökologie, Umwelt

Um den grünen und lebenswerten Charakter Hamburgs nachhaltig zu sichern, engagiert sich der Senat für den Schutz und die Weiterentwicklung des Stadtgrüns sowie der natürlichen Lebensräume. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) legt nun die positive Bilanz für das Jahr 2025 vor: 10,3 Prozent der Stadt stehen unter Naturschutz, 18,8 Prozent sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen und der Biotopverbund umfasst 23,3 Prozent der Landesfläche. Damit wurden alle Flächenziele des „Vertrags für Hamburgs Stadtgrün“ erreicht.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Hamburg ist und bleibt eine lebenswerte, grüne Stadt am Wasser. Mit dem „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt: von der Ausweisung zusätzlicher Naturschutzgebiete über den Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten bis hin zur Erweiterung von Parks und Grünflächen. Viele dieser Vorhaben konnten wir bereits erfolgreich umsetzen – und das trotz einer stetig wachsenden Stadt. Auch in herausfordernden Haushaltszeiten halten wir an unserem Kurs fest. Dass Hamburg grün bleibt, ist das Ergebnis engagierter Zusammenarbeit und innovativer Ansätze in der gesamten Stadt.“

Mehr Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete

Der Vertrag für Hamburgs Stadtgrün zeigt Wirkung: Seit Anfang 2025 sind die ambitionierten Flächenziele des „Vertrags für Hamburgs Stadtgrün“ erreicht. 10,3 Prozent der Stadt stehen unter Naturschutz – das ist der Spitzenwert unter den Bundesländern, nur Hamburg erreicht die 10-Prozent-Marke. Zudem sind 18,8 Prozent der Fläche Hamburgs als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, dienen also dem großflächigen Schutz von Kulturlandschaften mit ihren regionaltypischen Besonderheiten, Landschaftsbildern und Funktionen für den Naturhaushalt. Darüber hinaus umfasst der Biotopverbund 23,3 Prozent der Landesfläche. Diese wertvollen Räume bieten Pflanzen, Tieren und Menschen gleichermaßen Schutz und fördern die Biodiversität in der Metropole. Weiterführende Informationen und interaktive Karten zu den Hamburger Naturschutzgebieten finden Sie hier, zu den Landschaftsschutzgebieten hier.

Aufgewertete Lebensräume für die Artenvielfalt

Hamburg investiert in die Aufwertung von Lebensräumen. Durch gezielte Maßnahmen wie die Verbesserung von Grünland, die Entwicklung von Heide- und Waldflächen sowie die Pflege und Wiederherstellung von Mooren wurden 2025 bedeutende Lebensräume in Hamburgs Naturschutzgebieten aufgewertet. So wurden beispielsweise im Francoper Moor auf 13 Hektar Fläche spezielle Spundwände, Erdwälle und Überlaufwehre eingebaut, um den dauerhaften Wassereinstau zu sichern und eine umfassende Moorrenaturierung einzuleiten. In der Boberger Niederung wurden Heide- und Trockenrasenflächen gezielt verjüngt, indem nährstoffreicher Oberboden abgetragen und die Beweidung fortgeführt wurde sowie mehrere Kleingewässer freigestellt und vergrößert wurden, um ideale Bedingungen für seltene Arten wie die Kreuzkröte zu schaffen. Und auch außerhalb dieser Schutzgebiete wird kontinuierlich an der Verbesserung von Lebensräumen gearbeitet – Blühwiesen, Parks, Dachbegrünungen und Nisthilfen an Gebäuden darüber hinaus nur einige der sichtbaren Beispiele.

Grünes Netz: Grünflächen und Erholungsräume auf etwa der Hälfte der Stadtfläche

Das Grüne Netz verbessert die Lebensqualität in der Stadt und profitiert besonders von den intensiven Bemühungen im Rahmen des „Vertrags für Hamburgs Stadtgrün“. Ende 2025 wurden Flächeninanspruchnahmen im Grünen Netz mit rund 82.200 qm an Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen. Sichtbar wird dieses Engagement beispielsweise am August-Kirch-Weg in Altona, wo ein 2.500 qm großer neuer, öffentlicher Garten entstand und am Augustenburger Ufer in Hamburg-Nord, wo der Park um 820 qm erweitert wurde. Mehr Infos zum Grünen Netz unter: Das Grüne Netz Hamburg - hamburg.de.

Hintergrund

Seit 2019 gilt durch den „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün” in Hamburg eine bundesweit einzigartige Schutz- und Kompensationsregelung für Grün und Natur. Die Flächen des Grünen Netzes sind besonders geschützt, die Regelung ergänzt die naturschutzfachliche Eingriffsregelung und trägt maßgeblich dazu bei, die grünen Freiräume vor baulicher Nutzung zu bewahren und weiterzuentwickeln. Ihren Ursprung hat der „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün” im Volksbegehren „Hamburgs Grün erhalten“ und wurde in der Folge durch die Hamburger Bürgerschaft auf den Weg gebracht. Seit 2021 engagieren sich insgesamt 22 städtische Vertragspartner intensiv für die Entwicklung und den dauerhaften Erhalt von Hamburgs Stadtgrün.

Den Monitoringbericht „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün” für das Jahr 2025 wie auch den „Vertrag für Hamburg Stadtgrün“ finden Sie zudem hier: Vertrag für Hamburgs Stadtgrün - hamburg.de

Rückfragen der Medien

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Alexander Fricke | Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: [email protected]


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