Krankenhaustag diskutiert moderne Führung, Krankenhausreform und Zukunftsstrategien

Datum14.10.2026
SubjektDeutsche Krankenhausgesellschaft
RegionDeutschland
KategorieGesundheitswesen und Krankenhäuser, Staatsverwaltung und Selbstverwaltung, Konferenzen und Messen

Der Vormittag des zweiten Tages des 49. Deutschen Krankenhaustages am 17. November in Düsseldorf steht unter dem Titel „Zukunft gestalten statt Mangel verwalten: Wie Krankenhausreform und moderne Führung den Arztberuf verändern“. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen attraktive Arbeitsbedingungen für die nächste Generation, die Auswirkungen der Krankenhausreform auf das ärztliche Personal sowie Zukunftsstrategien für Gesundheitseinrichtungen.

Im ersten Themenblock geht es um die Frage, wie Führung gestaltet und Arbeitsbedingungen für die nächste Generation attraktiver werden können. Prof. Mandy Mangler, Ärztliche Direktorin am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin, spricht über Führungsverhalten und das Prinzip Anstand, über Respekt von Top bis Down und über eine neue Feedbackkultur.

Anschließend richtet sich der Blick auf neue Arbeitswelten im Krankenhaus. Sebastian Helber, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin der München Klinik Neuperlach, thematisiert die Generationen Alpha bis Z und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In einer Podiumsdiskussion wird er gemeinsam mit Sonja Mathes, Vorsitzende des Sprecherrates für Ärzte in Weiterbildung im Marburger Bund, und der Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel, der Frage nachgehen, wie Krankenhäuser attraktive Arbeitgeber bleiben können.

Im zweiten Themenblock steht die Krankenhausreform zwischen Sparzwang und Strukturwandel im Fokus. Ingo Morell, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, spricht über das Spannungsfeld zwischen Finanzierung und Versorgungsauftrag. Prof. Christoph Stellbrink, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie und Intensivmedizin in Bielefeld, beleuchtet die Chancen und Risiken der Reform für das ärztliche Personal. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Ingo Morell, Prof. Christoph Stellbrink und Sonja Mathes wie der Spagat zwischen wirtschaftlicher Realität und einem attraktiven Arztberuf gelingen kann. Den Abschluss des Vormittags bilden fünf Thesen für die Zukunft des Arztberufs im Krankenhaus sowie gemeinsame Schlussfolgerungen von Marburger Bund und Verband leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte.

Am Nachmittag stehen unter dem Titel „Zwischen Prävention, Insolvenz und Neustart – Zukunftsstrategien für Gesundheitseinrichtungen“ praktische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen des Klinikmanagements im Mittelpunkt. Das Eingangsstatement hält Dirk Köcher, Präsident des Verbands des Klinikmanagements Deutschlands (VKD) und Kaufmännischer Direktor des Städtischen Klinikums Dresden.

Am Beispiel der Übernahme der Park-Klinik Weißensee berichten VKD-Vizepräsident Mirko Papenfuß und Dr. Gunnar Pietzner, Geschäftsführer der Pro Klinik Holding GmbH, aus der Praxis. Die juristischen Aspekte der Übernahme beleuchten die Rechtsanwälte Dr. Alexander Verhoeven und Andreas Schmieg von der Kanzlei horizon-re. Erfahrungen aus der Fusion der Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale) bringt deren Geschäftsführer Jan Jakobitz ein. Ansgar Kentrup, Geschäftsführer des Ecclesia-Versicherungsdienstes, beleuchtet zum Abschluss das Thema Managementhaftung sowie aktuelle Trends und Entwicklungen.


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