Naturgefahren spielerisch verstehen

Datum13.10.2026
SubjektBayerisches Landesamt für Umwelt
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RegionDeutschland
KategorieWeiterbildung, Sicherheit, Umwelt

Ehrenamtliche schärfen das Risikobewusstsein mit interaktivem Naturgefahrenmodell.

Um die Bevölkerung zu sensibilisieren und den Umgang mit Naturgefahren wie Hochwasser und Trockenheit zu stärken, stellt die Bayerische Wasserwirtschaft der DLRG Forchheim ein interaktives und außergewöhnliches Kommunikationsmittel zur Verfügung. Die jüngst geschulten Ehrenamtlichen setzen das Modell künftig in der „Wasserakademie“, einem Bildungsraum für Jugendgruppen, ein.

Modelle als wirkungsvolle Instrumente der Risikokommunikation

Physikalische Modelle ermöglichen einen anschaulichen und interaktiven Zugang zu komplexen Themen. Mithilfe des neuen Naturgefahrenmodells können verschiedene Naturgefahren wie Flusshochwasser, Sturzfluten, Geogefahren und Trockenheit sowie die Wirkung von Schutz- und Vorsorgemaßnahmen spielerisch entdeckt werden. In den simulierten Szenarien wird verdeutlicht, dass wirksames Risikomanagement nicht auf einzelne Maßnahmen – etwa den technischen Schutz – beschränkt ist. Ebenso im Fokus stehen das richtige Verhalten in Gefahrenlagen, die Vorsorge am eigenen Gebäude, land- und forstwirtschaftliche Maßnahmen oder Abläufe im Katastrophenschutz.

Ralph Neumeier, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) freut sich, der DLRG Forchheim (Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft) das mittlerweile zweite Naturgefahrenmodell in Bayern zu übergeben. Er verweist auf bisherige Erfahrungen: Seit 2021 nutzt die Bayerische Wasserwirtschaft das erste Modell bereits intensiv zur Wissensvermittlung. Zwischen 2022 und 2025 kam es bei über 80 Veranstaltungen zum Einsatz, u.a. im Rahmen von Aktionswochen, Messen, Landesgartenschauen und Schulaktionen. Mitarbeitende der Wasserwirtschaftsämter und des LfU erreichten so bis zu 44.000 Menschen, darunter rund 16.000 Kinder und Jugendliche.

Ralph Neumeier betont: „Das erste Naturgefahrenmodell ist ein echter Besuchermagnet, der alle Altersgruppen zum Mitmachen einlädt. Auch mit dem zweiten Modell möchten wir zeigen, wie staatliche und kommunale Maßnahmen wirken. Gleichzeitig möchten wir Besucherinnen und Besuchern Impulse für die Eigenvorsorge mitgeben, die einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaftsaufgabe Risikomanagement darstellt.“

Schulung und Einweisung für die DLRG-Wasserakademie

Das zweite Modell ist Bestandteil der Wasserakademie, einem Bildungsangebot der DLRG Forchheim. Das Angebot richtet sich v.a. an Jugendgruppen der Einsatz-organisationen und die schulische Sekundarstufe. Damit die Ehrenamtlichen die Bildungsarbeit mit dem Modell übernehmen können, erfolgte am 9. und 10. Oktober 2026 eine Schulung durch Mitarbeiterinnen des LfU.

Maik Baumgarten, Vorsitzender der DLRG Forchheim, freut sich auf den Einsatz des Modells in der Wasserakademie: „Jugendliche sind für uns wichtige Multiplikatoren. Sie tragen ihr Wissen direkt in Familie und Freundeskreis weiter. Und sie sind die nächste Generation von Aktiven im Katastrophenschutz. Mit unseren Angeboten möchten wir deshalb nicht nur für Naturgefahren sensibilisieren, sondern auch zeigen, wie wichtig das Ehrenamt bei deren Bewältigung ist.“

Weiterführende Informationen

Das zweite Naturgefahrenmodell wird ausschließlich von der DLRG Forchheim und der Bayerischen Wasserwirtschaft im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Es kann bei öffentlichen Veranstaltungen besucht werden.

Es wurde vom Lehrstuhl für Hydromechanik und Wasserbau der Universität der Bundeswehr München gebaut. Initiiert wurde das Projekt vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV). Darüber hinaus waren die DLRG Forchheim und die Regierung von Oberfranken beteiligt. Die fachliche Begleitung oblag dem LfU.

Nähere Informationen zu Naturgefahren sowie Details zur DLRG-Wasserakademie in Forchheim finden Sie auf folgenden Webseiten:

https://www.lfu.bayern.de/pressemitteilungen/c/2469500/51-26-naturgefahren-spielerisch-verstehen-nbsp