| Datum | 9.10.2026 |
| Subjekt | Land Kärnten |
| Autor | Barbara Wedenigg |
| Region | Österreich |
| Kategorie | Kultur und Tourismus, Regionen, Staatliche Institutionen |
LR Schuschnig: Konstituierende Vollversammlungen setzen nächsten Schritt in der Umsetzung der Tourismusreform – Vorstandswahlen sollen im November abgeschlossen sein – Inkrafttreten der neuen Struktur mit 1. Jänner 2027.
KLAGENFURT. Die Umsetzung der Kärntner Tourismusreform geht in die nächste Phase: Nachdem die bisher insgesamt 125 Organisationen mit 1. Jänner 2027 zu neun Tourismusverbänden und der Kärnten Werbung zusammengeführt werden, haben diese Woche die konstituierenden Vollversammlungen gestartet. Dabei werden die künftigen Vorstände sowie die Kontrollausschüsse der künftigen TVBs gewählt. Bis Mitte November sollen diese Wahlen in allen Regionen abgeschlossen sein. „Die Tourismusreform befindet sich voll in Umsetzung. Mit den konstituierenden Vollversammlungen setzen wir nun den nächsten wichtigen Schritt und stellen die neuen Verbände auch personell auf“, betont Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, der persönlich an den einzelnen Vollversammlungen teilnimmt. „Hier werden wesentliche Entscheidungen für die künftige Arbeit der Verbände getroffen. Deshalb ist es mir auch ein persönliches Anliegen, diesen Prozess vor Ort zu begleiten und mit den Verantwortlichen im direkten Austausch zu bleiben.“
Mit den neuen TVBs sollen die touristischen Aufgaben in den Regionen künftig unter einem gemeinsamen Dach gebündelt und klare Zuständigkeiten geschaffen werden. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Vorständen zu, die sich jeweils aus zwölf Mitgliedern zusammensetzen: sechs Touristikerinnen und Touristikern, drei Unternehmerinnen und Unternehmer aus Nicht-Tourismusbetrieben sowie drei Vertreterinnen und Vertreter aus den nächtigungsstärksten Gemeinden des jeweiligen Tourismusverbandes. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen am besten, in welche Richtung sich der Tourismus vor Ort entwickeln soll. Mit der neuen Reform geben wir ihnen auch die Möglichkeit dazu. Eine enge Zusammenarbeit von Tourismus, Wirtschaft und Gemeinden bleibt weiterhin entscheidend, um den Kärntner Tourismus voranzubringen“, erklärt Schuschnig.
Darüber hinaus werden die neuen Verbände in bis zu drei Erlebnisräume gegliedert. Der Tourismuslandesrat erklärt: „Diese Erlebnisräume sind kein Marketing-, sondern ein Managementinstrument. Sie werden nicht zum Gast wirken, sondern nach innen und sollen innerhalb der neuen Verbände eine touristische Bündelung des Managements ermöglichen und die lokalen Akteure einbinden.“
Während die personelle Besetzung der neun TVBs nun schrittweise erfolgt, laufen auch die inhaltlichen Vorbereitungen bereits. So wird an den regionalen Tourismuskonzepten gearbeitet, die erstmals eine mehrjährige Infrastrukturplanung beinhalten sollen. Sie geben für fünf Jahre im Voraus eine Perspektive für Investitionen in die touristische Infrastruktur und bilden gleichzeitig die Grundlage, um Mittel aus dem neuen Infrastruktur- und Mobilitätsfonds des Landes Kärnten abrufen zu können. Dieser wird aus der neuen Aufenthaltsabgabe gespeist und stellt jährlich rund acht Millionen Euro für Tourismusprojekte zur Verfügung.
Schuschnig unterstreicht: „Ein Verband lebt von seinen Mitgliedern, von ihrem Engagement, ihrer Erfahrung und ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Gerade in Zeiten, in denen sich Rahmenbedingungen und Gästeanforderungen laufend verändern, sind Zusammenhalt, Dialog und eine starke gemeinsame Interessenvertretung von besonderer Bedeutung.“
Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Barbara Wedenigg / Versand: Markus Böhm