Bremen entwickelt die Finanzierung der Kindertagesbetreuung weiter. Ziel ist eine transparente und bedarfsgerechte Finanzierung, die die unterschiedlichen Leistungen und Rahmenbedingungen der Träger angemessen berücksichtigt. Die neue Systematik soll dabei künftig auch stärker besondere Bedarfe abbilden: Vorgesehen sind zusätzliche Mittel zum Beispiel für Kinder mit Förder- und Sprachförderbedarf.
Seit Dezember 2025 arbeitet das Haus des Senators für Kinder und Bildung eng mit den referenzwertfinanzierten Trägern, der Senatskanzlei, dem Senator für Finanzen sowie den kinderpolitischen Sprecherinnen und Sprechern, der Arbeitsgemeinschaft nach Paragraf 78 SGB VIII und den Dachverbände zusammen, um die Finanzierungssystematik für die Kindertagesbetreuung neu aufzustellen.
Noch läuft der Abstimmungsprozess. Eine Befassung und Beratung der zuständigen Gremien ist für Ende des Jahres geplant.
Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles unterstreicht: "Ich freue mich, dass wir bei der neuen Finanzierung Schritt für Schritt mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Entscheidend ist für mich dabei der enge und konstruktive Austausch mit den Trägern und allen weiteren Beteiligten. Besonders wichtig ist mir, dass jedes Kind die Unterstützung und Aufmerksamkeit bekommt, die es für eine gute Entwicklung braucht. Mit der Weiterentwicklung der Finanzierung wollen wir die Kitas dabei noch besser unterstützen und damit gute Voraussetzungen für ein inklusives und wertschätzendes Miteinander schaffen."
Der aktuelle Berechnungsprototyp sieht für jedes Kind mit anerkanntem Förderbedarf zusätzliche Mittel vor. Damit sollen Träger den Fachkraft-Kind-Schlüssel für alle Förderkinder höher als bisher ansetzen können. Diese zusätzliche "Rucksackressource" stärkt die Einrichtungen bei der inklusiven Betreuung.
Auch die Sprachförderung soll künftig ein fester Bestandteil der Kita-Finanzierung sein: Damit entfällt für die Träger die zusätzliche Antragsstellung der jährlichen Projektförderung, womit die Planbarkeit erhöht werden kann. Die bisher von der Kommune finanzierte Sprachförderung wird damit direkt in die Kita-Finanzierung integriert.
Die neue Finanzierungssystematik soll für eine gerechtere Verteilung der Mittel sorgen, für mehr Transparenz und eine bessere Planbarkeit sowohl für die Träger ebenso wie für den Senator für Kinder und Bildung.
Im April 2026 hat die Behörde den Trägern einen ersten Berechnungsprototyp vorgestellt. Nach den Rückmeldungen der Träger wurde dieses Modell stetig weiterentwickelt. Die aktuelle Version stellt die meisten Träger nach bisherigen Analysen des Hauses des Senators für Kinder und Bildung in wesentlichen Punkten besser.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: [email protected]