Hanau, 29. September 2026. Als Dorian Ahouandjinou Sauer während seiner Chemotherapie im Wartezimmer der Onkologischen Ambulanz des Klinikums Hanau saß, stand für ihn bereits fest: Eines Tages möchte er etwas zurückgeben. Heute liegt diese schwierige Zeit hinter ihm. Dorian ist genesen und wurde 2025 Vater einer Tochter. Seine persönliche Geschichte war auch der Anlass für eine Spendenaktion rund um den Hanauer Stadtlauf. 2.849 Euro davon überreichte er nun der Onkologischen Ambulanz des Klinikums Hanau.
„Das Team hat mich in einer herausfordernden Zeit begleitet. Schon damals war mir klar, dass ich mich irgendwann dafür bedanken möchte“, sagt Dorian. Nach seiner Genesung verband er seine Teilnahme am Hanauer Stadtlauf mit einem Spendenaufruf. Im Mittelpunkt standen für ihn zwei Themen: der Einsatz gegen Gewalt an Frauen und der Kampf gegen Krebs. Über die Spendenplattform GoFundMe kamen insgesamt 11.396 Euro zusammen. Die Hälfte der Summe ging an das Frauenhaus Hanau und das Frauenhaus Wächtersbach. Die andere Hälfte wurde zu gleichen Teilen zwischen der Deutschen Krebshilfe und der Onkologischen Ambulanz des Klinikums Hanau aufgeteilt. Damit erhielten alle vier Einrichtungen jeweils 2.849 Euro.
Für Dorian ist die Spendenübergabe ein besonderer Moment. Während seiner eigenen Behandlung hatte er sich vorgenommen, sich eines Tages bei den Menschen zu bedanken, die ihn begleitet und unterstützt hatten. Nun kehrt er an das Klinikum zurück – nicht mehr als Patient, sondern als Spender.
Auch für das Team der Onkologischen Ambulanz ist das Wiedersehen etwas Besonderes. „Es freut uns sehr, ehemalige Patientinnen und Patienten unter so positiven Umständen wiederzusehen. Zu erleben, dass Herr Ahouandjinou Sauer heute gesund ist und als Familienvater voller Zuversicht in die Zukunft blickt, ist auch für uns etwas Besonderes“, sagt PD Dr. Wagner, Chefarzt der Klinik für internistische Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Die Spende soll direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommen: „Wir möchten die Mittel unter anderem zur Gestaltung der Warte- und Behandlungsbereiche einsetzen. Eine freundliche und einladende Umgebung kann den Aufenthalt für unsere Patientinnen und Patienten ein Stück angenehmer machen.“
Aus dem Wunsch, dem Team nach seiner eigenen Behandlung etwas zurückzugeben, ist eine Spendenaktion geworden, von der nun auch andere Patientinnen und Patienten profitieren.