Antragsunterlagen liegen zur Einsichtnahme aus: Halde Ronnenberg soll abgedeckt werden

29.9.2026 - | Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen

Die Firma Menke Umwelt Service Ronnenberg GmbH & Co. KG beabsichtigt, im Auftrag der Horizon Immobilien GmbH mit Sitz in Hannover die Halde Ronnenberg abzudecken und zu begrünen. Für dieses Vorhaben im Süden der Stadt Ronnenberg (Region Hannover) ist ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung nötig. Daher hat die Menke Umwelt Service Ronnenberg GmbH & Co. KG einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht. Die Antragsunterlagen liegen nun öffentlich aus.

Ziel des Vorhabens ist es, die Austräge von Haldenwasser in das Grundwasser und die Oberflächengewässer deutlich zu reduzieren. Zudem soll das Landschaftsbild sowie der Ortsrandbereich durch die Begrünung der Halde aufgewertet werden.

Geplant ist, die Halde mit Boden und Bauschutt entsprechend der geltenden Richtlinien „Technische Regeln Bergbau“ (TR Bergbau) und „Technische Regeln für die Verwertung von Bodenmaterial“ (TR Boden) abzudecken. Dabei soll das Abdeckmaterial gleich in der jeweils erforderlichen Qualität direkt angeliefert werden. Eine Aufbereitungsanlage ist im Bereich der Halde Ronnenberg nicht vorgesehen. Die Maximalhöhe der abgedeckten Halde soll am Ende 25 Meter nicht überschreiten, deutlich weniger als ursprünglich geplant. Ihre derzeitige Höhe liegt in Nord-Süd-Richtung bei etwa fünf bis 17 Metern über der Geländeoberfläche.

Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz soll über die favorisierte Variante „grün“ erfolgen. Sie führt vom Verbindungsweg südlich der Halde aus nach Westen bis zur Tilsiter Straße und von dort über das Wirtschaftswegenetz weiter bis zur Gehrdener Straße in nordwestlicher Richtung. Über die Kreisstraße 231 ist der Anschluss an die Bundestraße 217 gegeben.

Jährlich sollen durchschnittlich rund 90.000 Kubikmeter Abdeckmaterial aufgebracht werden. Das entspricht etwa 157.500 Tonnen pro Jahr. Die Bauzeit für die Abdeckung wird daher mit acht Jahren veranschlagt. Mit den letzten Rekultivierungsarbeiten, der Baustellenräumung und dem Rückbau der Ausweichbuchten soll der Regelbetrieb auf der Halde insgesamt neun Jahre betragen.

Die Betriebs- und Arbeitszeiten sind ganzjährig montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 13 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten findet kein Betrieb statt. Die Anzahl der Arbeitstage pro Jahr liegt daher bei circa 300. Für die tägliche Betriebszeit von elf Stunden (samstags sechs Stunden) sind zwei bis drei Lkw (also vier bis sechs Fahrbewegungen) pro Stunde geplant.

Die Antragsunterlagen werden ab Mittwoch, 30. September, bis Donnerstag, 29. Oktober, öffentlich ausgelegt. Die Auslegung erfolgt ausschließlich in elektronischer Form im Internet unter http://www.lbeg.niedersachsen.de/bergbau/genehmigungsverfahren/aktuelle_planfeststellungsverfahren/ sowie im Niedersächsischen UVP-Portal (https://www.uvp-verbund.de/). Unter diesen Internetadressen ist auch die öffentliche Bekanntmachung der Auslegung abrufbar, die wichtige Hinweise für Betroffene enthält.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden kann, kann bis zu sechs Wochen ab der Auslegung des Plans, also bis Dienstag, 10. November, Einwendungen gegen das Vorhaben durch Übersendung eines Schriftstückes per E-Mail an [email protected] oder alternativ per Post an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, An der Marktkirche 9, 38678 Clausthal-Zellerfeld erheben.

Hintergrund:

Die Halde Ronnenberg befindet sich unmittelbar am südlichen Ortsrand der Stadt Ronnenberg. Sie wurde angelegt, als 1898 der erste Schacht der Kalibergwerks Ronnenberg, der Schacht Albert, abgeteuft wurde. Das Bergwerk wurde bis 1975 betrieben. Zu dieser Zeit erreichte die Halde ihre maximale Höhe von rund 65 Metern.

Mitte der 1990er Jahre begann der Abtrag der Halde. Bis zum Jahr 2004 wurde ein Teil des Rückstandsmaterials über den Schienenweg in das Bergwerk Asse gebracht. Durch den Teilabtrag hat die Salzhalde nun eine sogenannte Plateauform.

Weitere Infos:

 

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