Rüscher: „Kritik zurückgespielt – konkreter Schritt für zehn zusätzliche Primärversorgungseinheiten in dieser Periode gesetzt“

24.8.2026 - Thomas Mair | Land Vorarlberg

Positive Rückmeldungen der Sozialversicherung – Beschlüsse in Vorbereitung für eine bessere hausärztliche Versorgung.

Bregenz (VLK) – Die öffentliche Kritik des Obmanns der Sozialversicherung, Vorarlberg müsse beim Ausbau der Primärversorgungseinheiten (PVE) mehr tun, wurde von der Landesregierung zurück adressiert. „Wir haben den Ball mit einem klaren Schreiben an die Sozialversicherung zurückgespielt, da die Zuständigkeit für den Ausbau der Primärversorgung bei der Selbstverwaltung liegt. Das Land ist primär für die Spitäler zuständig und übernimmt bei PVEs die Rolle des Fördergebers – wir freuen uns über jede Einrichtung, die in Vorarlberg entsteht. Anscheinend war dies zuwenig Klarheit - wir fordern somit die Errichtung von zehn neuen Primärversorgungseinheiten in dieser Periode, damit VorarlbergerInnen eine hausärztliche Versorgung finden.“, betont Landesrätin Martina Rüscher. Inzwischen liegen bereits positive Rückmeldungen der Sozialversicherung vor. Die entsprechenden Beschlüsse sollen nun für die nächste Sitzung der Landeszielsteuerungskommission vorbereitet werden.

„Aus der ursprünglichen Kritik, es tue sich nichts, ist konkrete Bewegung entstanden“, zeigt sich Rüscher zufrieden. In ihrem Schreiben an ÖGK-Obmann Andreas Huss hatte die Landesrätin die Verantwortung für den weiteren Ausbau der Primärversorgungseinheiten klar angesprochen. „Wer mehr PVEs fordert, muss auch die entsprechenden Entscheidungen vorbereiten und ermöglichen. Es benötigt zusätzliche Ärztestellen und die Klärung der Zahlungsflüsse mit der Ärztekammer. Auch weitere Vergemeinschaftsformen sollen nach Ansicht des Landes in der Primärversorgung ermöglicht werden. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt aber klar bei der Sozialversicherung“, sagt Rüscher.

Verwunderung über Aussagen – Reformpartnerschaft unterstreicht Zusammenarbeit

Mit Verwunderung habe man die Stellungnahme der ÖGK gelesen, denn grundsätzlich arbeite man mit der ÖGK sehr gut zusammen. Mit der neuen „Gesundheit Vorarlberg GmbH“, über die mittlerweile die 1450 als auch die neue Dialyse in Rankweil laufen, sind Projekte in gemeinsamer Trägerschaft auch in Zukunft möglich – wir bündeln die Gesundheitsfinanzierung in Vorarlberg wieder aus einer Hand. Aufbauend auf die Reformpartnerschaft ist dies die ideale Basis: Die Selbstverwaltung bleibt zuständig für die Primärversorgung – die hausärztliche Versorgung, die Länder bleiben zuständig für die Tertiärversorgung – die Spitäler und bei der fachärztlichen Sekundärversorgung können neue gemeinsame Angebote entstehen.

Mit den positiven Rückmeldungen und der Vorbereitung der Beschlüsse durch die ÖGK sei ein wichtiger Schritt erreicht. „Wir haben gezeigt, dass wir gemeinsam Lösungen finden“, unterstreicht Rüscher. Ziel bleibe es, die Gesundheitsversorgung in Vorarlberg für die Bevölkerung nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln.

Redaktion
Thomas Mair

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