Der beste Roller darf auch in Deutsch­land fahren

4.8.2026 - | Stiftung Warentest

Der Touring Club Schweiz (TCS) und das Schweizer TV-Magazin „Kassen­sturz“ haben E-Roller mit Sitz­bank geprüft. Zwei Roller haben sie für gut befunden.

Den ersten Platz belegt mit 78 von 100 möglichen Punkten der Ecooter E2 Urban, den es auch in Deutsch­land gibt. Ebenso wie die anderen sechs Modelle ist er in der Ausführung getestet worden, die für eine Maximal­geschwindig­keit von 25 Kilo­meter pro Stunde (km/h) zugelassen ist. Daneben ist auch eine Version für bis zu 45 km/h erhältlich.

Testsieger Ecooter: Hoch­wertig und stabil

Die Tester lobten die hoch­wertigen Komponenten, das stabile Fahr­verhalten und eine solide Beschleunigung in den drei Fahr­modi Eco, Power und Speed. Diesen E-Motor­roller zum Aufsitzen gibt es in Deutsch­land ab 3 350 Euro.

Keine App, teurer Zweit-Akku. Unsere Schweizer Kollegen bemängelten lediglich, dass der Ecooter keine Bluetooth- oder App-Anbindung hat. Kritisieren ließe sich allerdings auch der Preis für einen zweiten Akku: Der liegt bei 950 Euro.

Zweit­platzierter TSC rollt nicht in Deutsch­land

Auf Platz zwei liegt ein Modell von The Scooter Company. Den TSC Next One NX1 7i (67 Punkte) bekommt man hier­zulande aber nicht. Er fiel positiv auf, weil er im Reich­weitentest die Herstel­ler­angabe über­traf: Statt der versprochenen 65 Kilo­meter legte der TSC-Roller gemessene 90 Kilo­meter zurück. Für Deutsch­land hat dieser Scooter bisher aber keine Betriebs­erlaubnis.

Drei Scooter sind eher so mittel

Hier­zulande zugelassen sind dagegen der 3 100 Euro teure Citytwister 8.0 Retro und der Yadea DE38 (neu circa 2 000 Euro). Mit 59 beziehungs­weise 55 Punkten kommen sie auf die Note Genügend.

Der Citytwister mit seinem Nostalgie-Look ist hübsch anzu­sehen, fiel aber durch sein hohes Eigengewicht auf, was das Rangieren erschwert. Zudem weist er laut der schweizer Tester eine mäßige Federung und ein unsicheres Brems­verhalten auf.

Der Yadea DE38 erreichte im Test unserer Partner keine 25 km/h, kämpfte schon bei leichten Steigungen und zeigte Mängel bei zum Beispiel bei Schweiß­nähten. Ohnehin ist er in Deutsch­land nur gebraucht zu haben.

Gar nicht erhältlich ist hier­zulande der Vespino Love. Auch er schnitt genügend ab.

Zwei Roller-Modelle sind mangelhaft

Auch die Scooter Fat Bob Premium und Zilla Loki X CarPlay gibt es nicht bei uns zu kaufen. Sie erhielten im Test der Verbraucherschützer aus der Schweiz null Punkte und damit die Gesamt­note Mangelhaft. Denn die Tester konnten beide Roller ohne Werk­zeug und allein über eine bestimmte Tasten­kombination so einstellen, dass sie schneller als die erlaubten 25 km/h fuhren. Die Schweizer Importeurin der beiden Roller erklärte dem SRF, es habe sich um einen Produktions­fehler gehandelt, der inzwischen behoben worden sei.

Original-Testbericht von "Kassensturz": E-Scooter bis 25 km/h

Diese Regeln gelten für Elektroroller in Deutsch­land

Fahr­erlaubnis. Für Elektromotor­roller mit Sitz­bank, die bis 25 km/h fahren, braucht es in Deutsch­land in der Regel eine Mofa-Prüf­bescheinigung oder eine gleich­gestellte Fahr­erlaubnis. Das Mindestalter beträgt meist 15 Jahre.

Versicherung. Wer am öffent­lichen Verkehr teilnehmen will, braucht eine Haft­pflicht­versicherung mit Versicherungs­kenn­zeichen. Und: Der Roller muss eine gültige Betriebs­erlaubnis beziehungs­weise Straßenzulassung haben.

Tipp: E-Bikes können eine Alternative sein – und für kurze Wege elektrische Tretroller. Beide Produkt­gruppen hat die Stiftung Warentest geprüft.


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