Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz soll aufgewertet werden

22.7.2026 - | Stadt Dresden

Bessere Mobilitätsangebote und Park+Ride-Parkplatz geplant, Entscheidung trifft der Stadtrat.

Die Landeshauptstadt Dresden will den Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz modernisieren und die Verknüpfung von S-Bahn, Straßenbahn, Bus, Fahrrad und Pkw verbessern. Ziel ist es, den wichtigen Knotenpunkt im Dresdner Südosten funktionaler, sicherer und attraktiver zu gestalten.

Das Amt für Stadtplanung und Mobilität hat dazu eine Vorplanung erarbeitet, die einen bestandsorientierten Ausbau des Areals vorsieht. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen für Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs, eine übersichtlichere Gestaltung des Bahnhofsumfeldes sowie neue Angebote für Pendlerinnen und Pendler.

„Der Bahnhof Niedersedlitz ist ein wichtiger Umsteigepunkt im Dresdner Südosten. Mit der geplanten Aufwertung schaffen wir bessere Bedingungen für die tägliche Mobilität vieler Menschen und stärken den ÖPNV, Carsharing, Fuß- und Radverkehr. Mit der bestandsnahen Umgestaltung können wir die Finanzierung sichern und den Umbau in absehbarer Zeit realisieren.“

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn

Verbesserungen für Straßenbahn und Bus

Einen wesentlichen Bestandteil der Planung bilden die Verbesserungen an der Haltestelle der Straßenbahnlinie 6. Die derzeit schmalen Bahnsteige sollen verbreitert und auf eine Länge von 45 Metern verlängert werden. Aufgrund der räumlichen Situation ist eine vollständige Neuordnung der Haltestelle nicht möglich. Die Planung setzt deshalb auf eine Lösung, die unter den vorhandenen Rahmenbedingungen eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit ermöglicht und zudem eine größere Breite und eine teilweise barrierefreie Gestaltung der Bahnsteige bringt.Auch die Busanbindung soll neu geordnet werden. Die Haltestelle der Linien 65, 88 und 89 ist künftig direkt auf dem Bahnhofsvorplatz vorgesehen. Dadurch entstehen kürzere Umsteigewege und eine bessere Orientierung für die Fahrgäste.

Neue Angebote für Pendler und Radfahrer

Zusätzlich plant die Stadt einen neuen Park+Ride-Parkplatz mit rund 48 Stellplätzen auf einer bislang ungenutzten und bereits von der Stadt erworbenen Fläche am Bahnhof westlich der Straßenbahn-Gleisschleife. Vier Stellplätze sind für Carsharing vorgesehen. Damit erhalten Pendlerinnen und Pendler eine zusätzliche Möglichkeit, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Gleichzeitig soll das bisher ungeordnete Parken im unmittelbaren Bahnhofsumfeld künftig vermieden werden.Geplant ist weiterhin ein überdachter und teilweise gesicherter Fahrrad-Parkplatz für 48 Räder sowie weitere Radbügel im Umfeld des Bahnhofs.

Bestandsorientierte Planung schafft umsetzbare Lösung

Zu Beginn der Planungen wurden zunächst umfangreichere Varianten für einen Neubau der gesamten Gleisschleife und eine umfassende Neuordnung des Bahnhofsumfeldes betrachtet. Diese hätten jedoch erhebliche Eingriffe in private Grundstücke und damit aufwendige Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren erfordert. Die Stadtverwaltung verfolgt deshalb nun einen bestandsorientierten Ansatz, der die wichtigsten Verbesserungen beinhaltet und realistischer umsetzbar ist.

Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 4,6 Millionen Euro geschätzt. Davon entfallen etwa 3,6 Millionen Euro auf die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und rund eine Million Euro auf den Park+Ride-Parkplatz. Zur Finanzierung prüft die Stadtverwaltung Fördermöglichkeiten sowie eine Beteiligung weiterer Partner, unter anderem des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO). Die Eigenmittel sollen überwiegend aus Stellplatzablösegebühren finanziert werden.

Dank bestandsorientierter Planung, dem Einsatz von Fördermitteln und der Nutzung von Stellplatzablösegebühren könnte das Vorhaben in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Nach der Sommerpause beraten der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften sowie die Stadtbezirksbeiräte Leuben und Prohlis über die Planung. Die finale Entscheidung über die Umsetzung trifft anschließend der Stadtrat.


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