Einsatz für ein respektvolles Miteinander: Am Freitag, 10. Juli, hat der „Demokratie- und Toleranztag“ für Stipendiat*innen der Förderinitiative NRWTalente – Region OWL an der Universität Paderborn stattgefunden. Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, Schüler*innen über Jahrgangs- und Schulgrenzen hinweg miteinander zu vernetzen und einen Tag für Austausch und gemeinsames Lernen zu schaffen. Unter dem Motto „Die Welt in deiner Hand – Demokratie leben und Toleranz zeigen“ setzten sich die Teilnehmenden mit demokratischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Zum Auftakt gaben der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen André Kuper sowie der Berliner Lehrer, Autor und Social-Media-Creator „Herr Reff“ Impulse zu den Themen Demokratie, Respekt und Toleranz.
„Unsere Demokratie braucht junge Menschen, die sich einbringen. Wer lernt, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und offen zu diskutieren, legt den Grundstein für ein respektvolles Miteinander. Der Demokratie- und Toleranztag zeigt, dass Schülerinnen und Schüler durch Begegnungen und Diskussionen demokratische Werte ganz praktisch erleben und Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen“, so Landtagspräsident Kuper.
Prof. Dr. Beate Flath, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement an der Universität Paderborn, hielt fest: „Universitäten sind lebendige Orte, an denen Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement zusammenwachsen. Wer schon früh lernt, im Alltag Haltung zu zeigen, fördert ein respektvolles Miteinander. Wir möchten Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen und ihnen das nötige Rüstzeug mitgeben.“
Den Schüler*innen bot sich die besondere Gelegenheit, mit Vertreter*innen aus Politik und Gesellschaft der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) ins Gespräch zu kommen und so wertvolle Kontakte zu knüpfen. Am Nachmittag setzten sich die Stipendiat*innen in Workshops aktiv mit dem Veranstaltungsmotto auseinander und beschäftigten sich u. a. mit der Frage, was Demokratie für sie bedeutet. „Herr Reff“ sprach mit den Teilnehmer*innen über Respekt, Zusammenhalt, Mobbing und die Bedeutung des Zuhörens. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein respektvolles und gewaltfreies Miteinander im Schulalltag gelingen kann, sowohl im Klassenzimmer als auch im digitalen Raum. Gemeinsam diskutierten die Jugendlichen über ihre Verantwortung im Umgang miteinander und darüber, wie sie mit Worten und ihrem Verhalten zu einer positiven Schulkultur beitragen können. Dabei entwickelten sie eigene Botschaften für mehr Respekt, Toleranz und Zivilcourage in der Schule und im Netz.
„Demokratie beginnt im Alltag – dort, wo Menschen einander zuhören, unterschiedliche Meinungen respektieren und Verantwortung füreinander übernehmen. Mit dem Stipendiat*innentag schaffen wir einen Raum, in dem unsere Stipendiat*innen genau das erleben: Sie lernen voneinander, knüpfen neue Kontakte und nehmen Impulse mit, die sie in ihre Schulen und ihr persönliches Umfeld tragen können“, sagt Madlin Cengiz, Programmmanagerin der NRWTalente-Region OWL.
NRWTalente – Region OWL ist ein Stipendienprogramm für Schüler*innen ab der achten Klasse. Das Programm wird vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und von der Universität Paderborn gemeinsam mit der Universität Bielefeld, der Hochschule Bielefeld und der Technischen Hochschule OWL getragen. Ziel ist es, leistungsorientierten Jugendlichen wertvolle Perspektiven für ihre berufliche und akademische Zukunft zu eröffnen, unabhängig von Herkunft oder sozialen Verhältnissen.
In diesem Jahr feiert NRWTalente – Region OWL sein fünfjähriges Bestehen. Insgesamt wurden bereits mehr als 200 Schüler*innen auf ihrem Bildungsweg begleitet und individuell gefördert. Neben persönlicher Beratung zur Berufs- und Studienorientierung erhalten die Stipendiat*innen Zugang zu einem vielfältigen Bildungsprogramm mit Workshops, Vorträgen, Exkursionen und Begegnungen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Darüber hinaus unterstützt das Programm bei Bedarf mit Sachleistungen wie Lernmaterialien, digitalen Endgeräten oder Mobilitätsangeboten. Zu den bisherigen Highlights zählen Bildungsreisen nach Hamburg und München, ein Schüler*innenaustausch in Chile sowie zahlreiche Veranstaltungen zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung.