Ausbau des Hochwasserschutzes

9.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Freistaat investiert über 20 Millionen Euro Fertigstellung im Sommer 2027 geplant Minister Bernreiter: „Volle Einsatzfähigkeit auch bei Flut“.

Sie ist zuständig für rund 200 Kilometer Gewässer und 100 Kilometer Hochwasserschutzanlagen – die Flussmeisterstelle Straubing ist ein wesentlicher Baustein für den Hochwasserschutz in Niederbayern. Um auch in Zukunft allen Herausforderungen gewachsen zu sein, investiert der Freistaat Bayern 20,5 Millionen Euro in einen Neubau der Flussmeisterstelle. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber haben heute in Straubing Richtfest gefeiert.

Bauminister Bernreiter: „Mit dem Neubau setzen wir ein deutliches Zeichen für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Der neue Standort ist perfekt angebunden und auch bei extremen Flutereignissen voll einsatzfähig. Wir schaffen attraktive Arbeitsplätze für rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie moderne Werkstätten und Lagerflächen. Die Flussmeisterstelle in Straubing wird mit dem zusätzlichen Hochwasserschutz im Rahmen des Donauausbaus und dem geplanten Flutpolder Öberauer Schleife weitere wichtige Aufgaben übernehmen. Mit dem Neubau schaffen wir dafür die passenden Bedingungen!“

Umweltminister Thorsten Glauber: „Für einen effektiven Hochwasserschutz brauchen wir leistungsfähige Flussmeisterstellen. Sie sind Einsatzzentrale, Werkstatt und Umschlagplatz. Die Fachkräfte unserer Flussmeisterstellen sind unsere schnelle Eingreiftruppe. Umso wichtiger sind gute Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Mit dem Neubau der Flussmeisterstelle Straubing investieren wir in die Zukunft und für mehr Hochwasserschutz in der Region.“

Die bisherige Flussmeisterstelle auf der Donauinsel Gstütt ist den zukünftigen Herausforderungen nicht mehr ausreichend gewachsen. Deswegen investiert der Freistaat Bayern in einen Neubau im Gewerbegebiet Alburg. Dort wird auch die Betriebsleitung für den Flutpolder Öberauer Schleife eingerichtet werden. Nach dem Vorbild von klassischen Vierseithöfen entstehen vier separate Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 2.500 Quadratmeter für Verwaltung, Werkstätten, Garagen und Lager. Gebaut wird konsequent mit umweltfreundlichen, ressourcenschonenden Materialien. Im Vergleich zur konventionellen Massivbauweise wird durch einen sehr hohen Holzanteil ein doppelt so hoher Anteil nachwachsender und recyclingfähiger Baustoffe verbaut. Trotz dieser ökologischen Bauweise bleibt der bautechnische Standard gleichwertig hoch. Um diese Nachhaltigkeit messbar zu machen, kommt ein wegweisendes Planungsinstrument zum Einsatz: Der Urban Mining Index (UMI) berechnet die Wiederverwendbarkeit aller eingesetzten Komponenten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg. Außerdem ist ein Gräser- und Blütendach geplant, das Lebensraum für Insekten bieten soll.

Die Bauarbeiten laufen seit September 2025 und schreiten zügig voran. Der Rohbau ist nahezu abgeschlossen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 geplant. Bauminister Bernreiter: „Die neue Flussmeisterstelle ist eine sehr wichtige Einrichtung für die ganze Region. Umso wichtiger ist es, dass wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein zeitgemäßes Umfeld für ihre wichtige Arbeit schaffen. Dafür danke ich allen Beteiligten, insbesondere dem Staatlichen Bauamt Landshut.“

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