TV-Reportage „Mein geschenktes Organ“ am 13. Juli
8.7.2026 - Johannes Eissing | Universitätsklinikum Erlangen
Als Kind erhielt Barbara Hobmeier am Uniklinikum Erlangen eine Spenderleber – BR-Reportage begleitet sie 32 Jahre später an den Ort ihrer Transplantation.
Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester kam Barbara Hobmeier 1983 in Landshut in Niederbayern gesund auf die Welt. Doch in den ersten Lebenswochen erkrankte sie an einem Magen-Darm-Virus, der ihre Leber dauerhaft schwer schädigte. Als sich ihr Gesundheitszustand im Alter von acht Jahren drastisch verschlechterte, stand fest: Das Mädchen brauchte eine Spenderleber – und zwar möglichst bald. Am 2. Juni 1994 – nach rund 16 Monaten auf der Warteliste – erhielt Barbara Hobmeier am Uniklinikum Erlangen als erstes Kind in Bayern eine Split-Lebertransplantation. Dabei wird die Leber einer verstorbenen Spenderin bzw. eines verstorbenen Spenders geteilt, sodass sie zwei Menschen zugutekommen kann. Heute, 32 Jahre nach ihrer Transplantation, ist Barbara Hobmeier verheiratet, hat zwei Töchter und engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für die Organspende. Denn die 42-Jährige weiß, wie viel sie ihrem Spender zu verdanken hat. In der Reportage „Mein geschenktes Organ“ des Bayerischen Rundfunks (BR) kehrt Barbara Hobmeier nun an den Ort zurück, an dem sie als Kind ein neues Leben geschenkt bekam. Sie erzählt von ihrer Erkrankung, ihrer Transplantation und davon, warum sie sich heute mit großer Überzeugung für die Organspende einsetzt. Der Film läuft am Montag, 13. Juli 2026, um 22.00 Uhr im BR Fernsehen und ist anschließend in der BR-Mediathek abrufbar.
Barbara Hobmeier spricht in der Reportage nicht nur offen über ihre persönliche Geschichte, sondern möchte auch einer abstrakten Zahl ein Gesicht verleihen: 8.199. So viele Menschen warteten Ende 2025 in Deutschland auf ein Spenderorgan – darunter auch viele Kinder und Jugendliche. „Das Thema Organspende ist nach wie vor ein Tabuthema. Ich möchte mit meiner Geschichte Mut machen – sowohl Betroffenen auf der Warteliste als auch Menschen, die bei der Frage nach einem Organspendeausweis noch unschlüssig sind“, sagt Barbara Hobmeier. Dabei gehe es ihr nicht darum, dass jede und jeder Ja ankreuzt. „Mir ist es wichtig, dass man sich bewusst mit der Frage auseinandersetzt – ganz unabhängig davon, wie die Entscheidung ausfällt“, betont sie.
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