Bayern übernimmt Vorsitz der Europaministerkonferenz von Baden-Württemberg: symbolische Glockenübergabe auf Seegrenze des Bodensees / Antrittsgespräch mit Europa-Staatssekretärin aus Baden-Württemberg

22.6.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Bayern übernimmt am 1. Juli 2026 den Vorsitz der Europaministerkonferenz (EMK) von Baden-Württemberg. Aus diesem Anlass haben sich heute Bayerns Europaminister Eric Beißwenger und die in Baden-Württemberg zuständige Staatssekretärin im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa, Cornelia von Loga, zu Gesprächen auf dem Schiff MS Uhldingen auf dem Bodensee getroffen.

Neben dem Austausch zu europapolitischen Themen, insbesondere dem bayerischen EMK-Vorsitz, dem Mehrjährigen Finanzrahmen der EU sowie den Themen Bürokratie und Automobil bzw. Industriepolitik, wurde der Vorsitz durch eine symbolische Glockenübergabe auf der Seegrenze von Baden-Württemberg an Bayern übertragen.

Europaminister Eric Beißwenger: ,,Europa steht vor großen Herausforderungen, die wir mit unserem bayerischen EMK-Vorsitz entschlossen und positiv mitgestalten wollen. Ein besonderes Augenmerk werden wir auf die Themen Souveränität und Subsidiarität legen. Kurz gesagt: Wir brauchen mehr Europa im Großen, zum Beispiel in der Verteidigungspolitik – und weniger Europa im Kleinen. Mehr denn je benötigen wir ein starkes Miteinander der Länder, um unseren gemeinsamen Anliegen gegenüber der Bundes- und EU-Ebene Gehör zu verschaffen. Als Vorsitzender der EMK will ich einen kraftvollen Beitrag hierzu leisten. Mein Dank an Baden-Württemberg für die geleistete Arbeit sowie die vertrauensvolle und gute Übergabe.“

Europa-Staatssekretärin Cornelia von Loga: „Mit seinem Vorsitz der EMK hat Baden-Württemberg wichtige Akzente für ein wettbewerbsfähiges und handlungsfähiges Europa gesetzt. Im Fokus standen die Stärkung von Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, der Abbau bürokratischer Hürden sowie offene und faire Handelsbeziehungen. Zugleich haben wir den europäischen Zusammenhalt durch die Stärkung der Regionen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und das Bekenntnis zu unseren demokratischen Werten gefördert. Unsere Beschlüsse machen deutlich: Europas Zukunft liegt in wirtschaftlicher Stärke, gemeinsamer Verantwortung und starken Regionen.“

Das übergreifende Thema des bayerischen EMK-Vorsitzes lautet „Souveränität und Subsidiarität“ – mehr Europa im Großen und weniger im Kleinen. Damit soll die Handlungsfähigkeit der EU gestärkt werden. Gleichzeitig soll eine stärkere Beachtung der Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzips sowie der Mitwirkungsrechte der Länder erreicht werden.

Die Konferenz der Europaministerinnen und Europaminister, kurz Europaministerkonferenz (EMK), wurde im Herbst 1992 von der Ministerpräsidentenkonferenz in Wildbad Kreuth gegründet, um der wachsenden Bedeutung der Europäischen Union für die Länder gerecht zu werden. Ihre Aufgabe ist die Koordinierung und Willensbildung der Länder in europapolitischen Angelegenheiten. Die EMK tagt in der Regel dreimal im Jahr, der Vorsitz wechselt jährlich in alphabetischer Reihenfolge zwischen den Ländern.

Eine Auswahl an Fotos kann auf www.bayern.de heruntergeladen werden.


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