Im Netz sind viele Menschen leicht­sinnig

16.6.2026 - Kerstin Back­ofen | Stiftung Warentest

Die Mehr­heit der Menschen in Deutsch­land vernach­lässigt den Schutz im digitalen Alltag. Das fand die Cybersicher­heits­behörde des Bundes BSI heraus.

Viele Internetnutzer kennen die Risiken im Netz – trotzdem schützen sich die meisten nicht gewissenhaft und sogar noch schlechter als 2023. Das geht aus dem aktuellen Cybersicher­heits­monitor 2026 des Bundes­amts für Sicherheit in der Informations­technik (BSI) und der Polizei­lichen Kriminalprävention (ProPK) hervor. Die Mehr­heit der 3 060 befragten Personen ab 16 Jahren informierte sich demnach erst dann zu Cybersicherheit, wenn der Ernst­fall bereits einge­treten war. Jeder vierte der Befragten war schon einmal von Straftaten im digitalen Raum betroffen.

Tipp: Besonders folgenreich ist Kontobetrug. Lesen Sie, wie Sie Anzeichen erkennen und klug reagieren könnten.

Drei Schutz­maßnahmen nutzen viele

Von 19 wichtigen Schutz­maßnahmen werden laut der Studie drei am häufigsten verwendet: starke PasswörterAntivirenprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung – allerdings nur von etwas weniger als der Hälfte der Befragten. Auf die Frage, warum sie nicht alle Schutz­maßnahmen verwendeten, nannten die Befragten am häufigsten, dass sie sich bereits recht sicher fühlten, die möglichen Maßnahmen zu kompliziert seien oder sie über­forderten.

Tipp: Informieren Sie sich, wie Sie sicher im Netz einkaufen.

Kriminalität im Internet - Im Netz sind viele Menschen leicht­sinnig

Künst­liche Intelligenz erleichtert Betrugs­versuche

Der Cybersicher­heits­monitor beleuchtet auch, wie künst­liche Intelligenz (KI) und neue Technologien den Online-Betrug verändern und wie gut die befragten Internetnutzer darauf vorbereitet sind. Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden haben KI-generierte Bilder oder Videos im Internet schon gesehen, aber nur knapp die Hälfte traut sich zu, KI-Inhalte sicher als solche zu erkennen. Besonders über 50-Jährige sind unsicher: Nur 33 Prozent von ihnen sehen sich dazu in der Lage. Trotz Skepsis haben etwa genauso viele noch nie konkrete Maßnahmen ergriffen, um den Wahr­heits­gehalt eines Bildes oder Videos zu prüfen.

KI-Fälschungen erkennen

Das BSI gibt Tipps zum Erkennen von KI-Fälschungen:



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