Frischer Wind für den gemeinsamen Aktionsplan – 60 Maßnahmen, 50 Beteiligte, ein Ziel: „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“

15.4.2026 - | Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Mittelstandsbeauftragte Gitta Connemann eröffnet Netzwerktreffen.

Die Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Gitta Connemann, hat am 15. April 2026 das 9. Netzwerktreffen des Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ im BMWE in Berlin eröffnet. Sie dankte allen 50 Beteiligten des neu aufgelegten Aktionsplans für ihr aktives Engagement, um die Rahmenbedingungen für selbstständige Frauen und Unternehmerinnen zu verbessern.

Parlamentarische Staatsekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand Gitta Connemann: „Der Mittelstand braucht selbstständige Frauen und Unternehmerinnen. Ihre Energie. Kreativität. Kompetenz. Der Aktionsplan ist dafür unser Werkzeug. Er bringt Akteurinnen an einen Tisch. Er bündelt Erfahrung. Er zeigt Vorbilder. Er stärkt gute Projekte. Und er sorgt dafür, dass aus Austausch konkrete Verbesserungen werden. Unser Ziel ist klar: Mehr Gründerinnen. Mehr Nachfolgerinnen. Mehr Frauen in Führung. Im Mittelstand. Im Handwerk. In der Landwirtschaft. In der Stadt. Und auf dem Land. Dafür müssen wir Hürden abbauen. Finanzierung erleichtern. Vereinbarkeit stärken. Vorbilder sichtbar machen. Das geht nur gemeinsam – mit Wirtschaft, Verbänden und Politik. Ohne Frauen bleibt der Mittelstand und unser Wirtschaftsstandort unter seinen Möglichkeiten.“

Der Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ wurde zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode thematisch neu aufgestellt. Die über 60 Maßnahmen zielen darauf, mehr Frauen für die berufliche Selbstständigkeit und Unternehmensübernahmen zu begeistern und besonders Unternehmerinnen im Handwerk sowie außerhalb urbaner Zentren zu unterstützen. Mit ihren Leistungen, vielfältigen und kreativen Aktivitäten setzen die verantwortlichen Akteure zugleich ein zuversichtliches Signal in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die 41 bisher beteiligten Netzwerkpartner verstetigen ihr Engagement und intensivieren ihre Maßnahmen. Neun weitere leistungsstarke Organisationen verstärken ab sofort die Initiative: die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Business Angels Deutschland (BAND), der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche LandFrauenverband (dlv), das Investorinnen-Netzwerk für Gründerinnen „encourageventures“, der Verband deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) sowie die
Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD).

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 16 Prozent aller Unternehmen (621.000) von Frauen geführt. 1,2 Millionen selbstständige Frauen waren im Vollerwerb selbstständig. Im Handwerk wurden im Jahr 2024 25 Prozent (259.000) der Betriebe von Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen geleitet. Der Anteil der Gründerinnen im Voll- und Nebenerwerb lag im selben Jahr bei 36 Prozent. Bei den freien Berufen bildeten die Gründerinnen mit 55 Prozent eine Mehrheit.

Diese und viele weitere Daten finden sich im Faktenblatt (PDF, 3 MB) des gemeinsamen Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“.

https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/04/20260415-frischer-wind-fuer-den-gemeinsamen-aktionsplan.html