Neues BMUKN-Förderprojekt unterstützt Unternehmen bei Kreislaufwirtschaft

25.2.2026 - | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

Praxisnaher Ansatz mit Erfahrungsaustausch und Best Practices für mehr Resilienz im Wettbewerb.

Im Rahmen des Bundesförderung für transformative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) verfolgt das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz – Erfahrungspool Ressourceneffizienz (UNK) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und weiteren Kooperationspartnern ein klares Ziel: Unternehmen bei der Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonender Betriebsführung zu unterstützen. Die Herausforderung ist groß: Bereits in einer OECD‑Analyse aus dem Jahr 2018 wurde prognostiziert, dass sich der weltweite Verbrauch von Materialien wie Biomasse, fossilen Brennstoffen, Metallen und Mineralien innerhalb von rund vier Jahrzehnten verdoppeln dürfte – und dass das jährliche Abfallaufkommen bis 2050 um etwa 70 Prozent steigen könnte. Geschlossene Materialkreisläufe sind deshalb ein entscheidender Hebel für Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) zeigt, dass diese die Emissionen der deutschen Wirtschaft bis 2045 um bis zu 26 Prozent reduzieren und gleichzeitig die Rohstoffabhängigkeit verringern können. Mit dem Aufzeigen der Potenziale und der Unterstützung zur Umsetzung leistet das UNK einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im deutschen Mittelstand.

Das neue Projekt zahlt auf zentrale nationale und europäische Vorgaben ein – vom Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und dem Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) bis hin zum EU-Kreislaufwirtschaftsaktionsplan und dem European Green Deal. Dabei unterstützt das Netzwerk Unternehmen darin, aktuelle Anforderungen wie die kommende EU-Verpackungsverordnung (PPWR) nicht nur zu erfüllen, sondern als Chance für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen. Gemeinsam lernen, gemeinsam handeln – nachhaltiges Peer Learning.

Das neue Projekt setzt auf einen Ansatz, der Unternehmen nicht nur informiert, sondern befähigt, Maßnahmen im Betrieb umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Inhalte und der direkte Austausch zwischen den Mitgliedern. Unternehmen lernen voneinander und profitieren von einem bundesweiten Erfahrungspool an Best Practices.

In den Angeboten des Projekts werden zentrale Zukunftsthemen behandelt – von Berichterstattung über digitale Produktinformationen und automatisierte Prozesse bis hin zu effizientem Ressourcenmanagement und innovativen technischen Verfahren.

Der KlimaGuide, eine bereits bestehende Datenbank zum betrieblichen Klimaschutz, wird um Inhalte zu Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz ergänzt und bietet praxisnahe Handlungshilfen für Unternehmen. Auch das THG-Bilanzierungstool ecocockpit bleibt weiterhin ein zentrales Werkzeug zur Erfassung von unternehmens- und produktbezogenen THG-Emissionen. Vervollständigt wird das Programm durch Austauschformate wie bundesweite Netzwerktreffen, thematische Workshops und Webinare sowie Best-Practice-Sessions. Das Qualifizierungsangebot behält mit dem Energie-Scouts-Programm und der jährlichen Bestenehrung ein öffentlichkeitswirksames Highlight und wird um eine Peer-Learning-Gruppe mit Fokus auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft erweitert.

Wer Kreislaufwirtschaft umsetzt, leistet einen direkten Beitrag zum Klimaschutz und unterstützt die nationalen und europäischen Klimaziele. Gleichzeitig reduziert eine effiziente Ressourcennutzung die Abhängigkeit von Rohstoffimporten und erhöht die Sicherheit in der Wertschöpfungskette – ein entscheidender Faktor für die Resilienz in unsicheren Zeiten.

Das Projekt bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken. So können bei regelmäßigen Veranstaltungen und im digitalen Austausch Erfahrungen geteilt und Kooperationen geschlossen werden.

Die induzierte THG-Minderungswirkung des neuen Projektes soll bei über 61.000 Tonnen CO2 liegen. Das Netzwerk soll mindestens 1.750 Mitgliedsunternehmen erreichen und damit eine Breitenwirkung entfalten, die den Wandel beschleunigt. Interessierte Unternehmen können jederzeit Mitglied des UNK werden.

Das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz (UNK) ist eine Initiative des BMUKN und der DIHK. In der ersten Förderphase konnte das Netzwerk bereits deutliche Erfolge erzielen:

Mit der neuen Förderphase baut das UNK auf diesen Erfolgen auf und erweitert seinen Fokus um Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, Unternehmen praxisnah zu unterstützen – durch digitale Tools, Erfahrungsaustausch und Best Practices.

https://www.bundesumweltministerium.de/meldung/neues-bmukn-foerderprojekt-unterstuetzt-unternehmen-bei-kreislaufwirtschaft