| Datum | 15.10.2026 |
| Subjekt | Klinikum Osnabrück |
| Kontakt | <div><p>Silvia Kerst <br> Leitung Marketing/Kommunikation<br> Telefon: 0541- 405-5100 <br> Mobil: 0176 103 601 26 <br> E-Mail: silvia.kerst@klinikum-os.de </p><p><strong>Folgen Sie uns auch bei:</strong></p><ul><li>Facebook</li><li>Instagram</li><li>LinkedIn</li><li>Xing</li></ul></div> |
| Region | Deutschland |
| Kategorie | Energieindustrie, Gesundheitswesen und Krankenhäuser, Umwelt |
Mehr als 5.400 Solarmodule auf den Dächern des Klinikums und des Parkhauses erzeugen künftig rund ein Viertel des Strombedarfs.
Das Klinikum Osnabrück hat die Dachflächen des Krankenhauskomplexes auf dem Finkenhügel einschließlich des neuen Parkhauses mit einer der größten Photovoltaikanlagen der Stadt ausgestattet. Die Anlage umfasst mehr als 5.460 Solarmodule die rund 10.800 Quadratmeter der Dachflächen belegt und künftig Strom für den Eigenverbrauch des Klinikums erzeugt.
Nach Angaben von Ingo Mette, Prokurist und Leiter Services & Technologien, erreicht das Dachkraftwerk eine Leistung von bis zu 2,3 Megawatt. Das Klinikum kann damit etwa ein Viertel des eigenen Strombedarfs decken und den externen Strombezug entsprechend senken.
Alexander Lenz, Leiter Baumanagement, und Rainer Andres, Photovoltaik-Projektleiter, stellten die neue Anlage jetzt bei einem Ortstermin auf dem Parkhausdach vor. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Dr. Fritz Brickwedde, und Klaus Beekmann, einem der beiden Geschäftsführer des Klinikums, blickten sie über die rund 1.270 PV-Module, die allein auf dem Parkhaus installiert wurden und feierten den Abschluss des Ausbauprojektes.
Meilenstein der Nachhaltigkeitsstrategie
„Mit der Photovoltaikanlage setzt die Klinikum Osnabrück GmbH ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige und zugleich wirtschaftlich verantwortungsvolle Weiterentwicklung. Die Dimension der Anlage zeigt, dass Nachhaltigkeit im Klinikum Osnabrück nicht auf einzelne Maßnahmen begrenzt ist, sondern Teil einer langfristigen Strategie ist. Mit der Investition wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet und zugleich die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Klinikums gestärkt. Dass künftig ein erheblicher Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden kann, ist daher ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des Klinikums“, betont Dr. Brickwedde.
Wie Mette, Lenz und Andres betonten, erreicht das Klinikum mit der Photovoltaikanlage einen weiteren Meilenstein seiner Nachhaltigkeitsstrategie.
Krankenhäuer haben einen über das Jahr verteilt gleichmäßig hohen Stromverbrauch, wie Mette erläuterte. Die erzeugte Energie der PV-Anlage kann somit direkt genutzt werden und wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist. Insgesamt wird die Anlage den externen Stromverbrauch des Klinikums um rund 25 Prozent senken.
Eine Rechnung, die aufgeht: Das Projektteam erwartet, dass sich die Investition in weniger als zehn Jahren amortisiert – deutlich vor dem Ende der geplanten Lebensdauer der Anlage. Insgesamt hat das Projekt 5,9 Millionen Euro gekostet, so Mette, Lenz und Andres. Besonders herausfordernd im Projekt waren die komplexen Dachflächen des Haupthauses sowie die elektrotechnische Anbindung zwischen Parkhaus und Hauptgebäude.
Eigener Beitrag zum Klimaziel der Stadt Osnabrück
„Wir beziehen im Klinikum von den Stadtwerken Osnabrück bereits CO₂-freien Strom. Aber für das Erreichen der Klimaziele sind der weitere Ausbau von Sonnen- und Windenergie in Deutschland besonders wichtig. Auch Osnabrück will klimaneutral werden – als städtische Tochter wollen wir dieses Ziel mit der neuen PV-Anlage unterstützen und mit gutem Beispiel vorangehen“, macht Mette deutlich.
Errichtung in zwei Bauabschnitten innerhalb von 18 Monaten
Nach Informationen von Mette, Lenz und Andres wurde die Anlage in getrennten Ausschreibungsrunden für die Dachflächen der Hauptgebäude des Klinikums und für das Parkhaus vergeben und in rund 18-monatiger Bauzeit von zwei Dienstleistern errichtet. Zuletzt wurde im Sommer 2026 die PV-Anlage auf dem Dach des Parkhauses installiert.
Die Dächer des Parkhauses und der Hauptgebäude sind nun nahezu flächendeckend mit Solarmodulen belegt: Vom neuen Ärztehaus ziehen sie sich über die Verwaltung und Dialyse sowie den mittleren Trakt mit dem neuen OP-Bereich und die seitlichen Gebäudeflügel mit den Patientenzimmern bis zum Neubau mit dem Zentrum für Neuromedizin und Geriatrie (ZNG) am anderen Ende des Krankenhauskomplexes.