| Datum | 15.10.2026 |
| Subjekt | Universität Klagenfurt |
| Region | Österreich |
| Kategorie | Technologie, Universitäten, Wissenschaft und Forschung |
Unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe in Kooperation mit der Kleinen Zeitung. Mit dabei sind Cornelia Stefan (Institut für Philosophie) sowie Peter Schartner, Erich Teppan und Patrick Rodler (Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity).
In der KI-Veranstaltungsreihe widmen sich Expert:innen der Universität Klagenfurt in ihren Vorträgen unterschiedlichen Themen rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Im Anschluss lädt die Kleine Zeitung zu einem gemeinsamen Austausch. Moderiert wird die Reihe von den Redakteur:innen Julia Wiesflecker und Marco William Ninaus.
Hilft uns die KI gegen Cyberkriminalität?
Donnerstag, 29. Oktober, 17:30 Uhr, Spittal/Drau (Regionalbüro der Kleinen Zeitung)
Peter Schartner, Institut für Artificial Intelligence & Cybersecurity
Wer wird im Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern am Ende die Nase vorn haben und was können wir tun, damit die Antwort zu unseren Gunsten ausfällt?
Peter Schartner ist assoziierter Professor am Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen IT-Sicherheit, insbesondere Entwurf und Analyse sicherer IT-Systeme, Sicherheitsinfrastrukturen und angewandte Kryptographie und technischen Datenschutz. Er unterrichtet neben den Spezialfächern im Bachelor und Master Informatik auch die Grundlagenfächer Systemsicherheit und Algorithmen und Datenstrukturen und ist zudem Studienprogrammleiter für Informatik und Datenschutzbeauftragter der AAU.
Donnerstag, 5. November, 17:30 Uhr, St. Veit/Glan (Regionalbüro der Kleinen Zeitung)
Cornelia Stefan, Institut für Philosophie
Künstliche Intelligenz ist längst in unserem Alltag angekommen. Aber sind wir auf ihre Folgen tatsächlich vorbereitet? Große technologische Umbrüche zwingen uns, Gewissheiten, Strukturen und Regeln neu auszuhandeln- wie wir arbeiten, lernen, welche Fähigkeiten und welche Institutionen wir stärken müssen, aber auch, was unverhandelbar bleiben soll. Ein Vortrag darüber, KI nicht nur als technologische Entwicklung, sondern als kulturelle Gestaltungsaufgabe zu begreifen.
Cornelia Stefan ist Philosophin und promovierte in Medical Humanities an der Università dell’Insubria in Italien. Nach einem Postdoc am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg wechselte sie 2021 an die Universität Klagenfurt, zunächst an das Institut für Philosophie, wo sie das neue Ethikstudium koordinierte, und zuletzt an das University Center for Human and Data Sciences (AIM). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Technik- und Wirtschaftsphilosophie sowie Digital Health und Demokratietheorie. Sie ist Autorin zahlreicher peer-reviewter Publikationen und verfügt über langjährige editorische Erfahrung bei wissenschaftlichen Zeitschriften im In- und Ausland. Im Herbst erscheint ihre Monographie Suffering as a Guidance for Social Change im Mimesis Verlag. Aktuell forscht sie zudem im Rahmen einer Alpen-Adria-Kooperation gemeinsam mit Partneruniversitäten in Triest, Udine, Ljubljana und Gorizia zu Fragen der Stärkung europäischer Demokratie.
Mittwoch, 18. November, 17:30 Uhr, Klagenfurt (Redaktion der Kleinen Zeitung)
Erich Teppan, Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity
Die Ameise hat kein Bild davon, wer der Mensch ist, wie intelligent er ist und was ihn antreibt. Dennoch lebt sie in der ständigen Gefahr, dass ein Mensch auf sie tritt und sie zerstört. Was, wenn irgendwann eine Künstliche Intelligenz existiert, die das selbe Verhältnis zu uns hat wie wir zu Ameisen – wir also gar nicht merken, dass eine Technologie intelligenter ist als wir? Der Vortrag versucht zu erklären, was Intelligenz bei technischen Systemen bedeutet und bedeuten kann, und erläutert, wie die Entwicklung in der jüngsten Zeit so rasant an Geschwindigkeit zunehmen konnte. Darüber, ob die KI eine akute Gefahr für die Menschheit bedeutet, und wie sich diese Gefahr ausbildet, ist sich die Wissenschaft uneinig; um diese Gefahren einschätzen und eindämmen zu können, ist aber ein gemeinsames Verständnis darüber, was Künstliche Intelligenz ist, unerlässlich.
Erich Teppan forscht und lehrt and er Universität Klagenfurt seit mehr als zwei Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen der Künstlichen Intelligenz und ist (Co-) Autor von mehr als 70 Fachartikeln. Darüber hinaus war Teppan mehrere Jahre bei Fraunhofer Austria als Projektleiter für Forschungs- und Kundenprojekte im Bereich KI verantwortlich.
Donnerstag, 26. November, 17:30 Uhr, Villach (Regionalbüro der Kleinen Zeitung)
Patrick Rodler, Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity
Schnell aber fehlerbehaftet, oder präzise aber langsam – lange mussten KI-Anwender:innen sich entscheiden. Heute beginnen automatisches logisches Schlussfolgern und maschinelles Lernen zu Systemen zu verschmelzen, die beides können, und verändern damit die Industrie. Ein Blick auf Geschichte, Prinzip, kürzliche Durchbrüche, und was als Nächstes kommt.
Patrick Rodler ist Privatdozent für Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Klagenfurt, mit über 70 wissenschaftlichen Publikationen, darunter zahlreiche Beiträge in führenden Fachzeitschriften und bei weltweiten Top-KI-Konferenzen, sowie regelmäßiger Tätigkeit als Komitee-Mitglied und Gutachter bei solchen. Er leitet aktuell das FFG-Projekt SAELING mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Mio. Euro und den renommierten Industriepartnern Siemens und voestalpine, und ist als Key Researcher am österreichweiten Bilateral AI Cluster of Excellence beteiligt. Für sein Wirken wurde er u. a. mit dem Forschungspreis 2024 des Landes Kärnten, mehreren Auszeichnungen für Forschungsarbeiten, dem Outstanding Program Committee Member Award der prestigeträchtigen ECAI-Konferenz sowie einem Preis für exzellente Lehre der Universität Klagenfurt geehrt.