Auschwitz-Prozess: Ankläger Gerhard Wiese berichtet

Datum14.10.2026
SubjektGoethe-Universität Frankfurt am Main
Kontakt<p><strong>Redaktion:</strong> Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR &amp; Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de</p>
RegionDeutschland
KategorieUniversitäten, Recht, Menschenrechte

Frankfurter Juristische Gesellschaft und Zentrum „Normative Ordnungen“ laden zu Filmvorführung und Podiumsdiskussion mit dem Zeitzeugen.

FRANKFURT. Wie wurde der Frankfurter Auschwitz-Prozess vorbereitet und geführt? Vor welchen Herausforderungen standen die Staatsanwälte bei der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz? Und welche Bedeutung hat das Verfahren bis heute für die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen? Um diese Fragen geht es bei einer Veranstaltung an der Goethe-Universität mit Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Frankfurter Auschwitz-Prozesses gehörte, und der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger vom Fritz Bauer Institut.

Die Veranstaltung „Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitzprozess“ findet

am Dienstag, 20. Oktober, um 14 Uhr
im Hörsaalzentrum (HZ 3), Theodor-W.-Adorno-Platz 5,
auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

statt. Zunächst wird um 14 Uhr der Film „Labyrinth des Schweigens“ (Regie: Giulio Ricciarelli, Deutschland 2014, 123 Minuten) gezeigt, der die Vorgeschichte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses thematisiert. Etwa um 16:15 Uhr folgt das Podiumsgespräch. Gerhard Wiese wird dabei aus seiner persönlichen Perspektive über die Ermittlungen und die Hauptverhandlung berichten. Im Gespräch mit Katharina Rauschenberger geht es unter anderem um die Frage, wie man damals mit der außergewöhnlich großen Anzahl von Zeugenaussagen und Beweismitteln umgegangen ist, sowie darum, wie die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den 1960er Jahren überhaupt möglich wurde. Moderiert wird das Gespräch von Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität.

Veranstalter sind die Frankfurter Juristische Gesellschaft und das Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

https://www.uni-frankfurt.de/de/newsroom/meldungen/pressemitteilungen/2026/auschwitz-prozess-anklaeger-gerhard-wiese-berichtet