Integrationskonferenz mit Fokus auf die Lebenswelten von Jugendlichen

Datum14.10.2026
SubjektLand Vorarlberg
AutorGerhard Wirth
E-mailpresse@vorarlberg.at
RegionÖsterreich
KategorieSoziale Dienste, Staatsverwaltung und Selbstverwaltung, Menschenrechte

Bregenz (VLK) – Welche Werte und Einstellungen Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte vertreten und wie sie in verschiedenen Lebensbereichen beim Erwachsenwerden begleitet werden können – darum ging es bei der bereits 19. Integrationskonferenz des Landes Vorarlberg am Mittwoch, 14. Oktober, im Landhaus in Bregenz. Was bewegt die jungen Menschen heute und welche Potenziale stecken in ihnen? Rund 130 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Gemeinden, Institutionen und Vereinen, die sich mit Integrationsfragen befassen, waren der Einladung gefolgt, um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und daraus Impulse für die Zukunft zu gewinnen.

Integrationslandesrat Markus Klien unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung. Diese biete einen weiten Blickwinkel auf die Lebenswelten der Jugendlichen mit Bedürfnissen, Wünschen und Fragen, die ihren Alltag prägen. „Die Beiträge im Rahmen der Integrationskonferenz liefern uns eine gute Basis, um weiterhin – gemäß dem Motto des Vorarlberger Integrationsleitbildes – gemeinsam Zukunft zu gestalten“, sagte Klien.

Landesstatthalter Christof Bitschi als für die Jugendförderung zuständiges Mitglied der Vorarlberger Landesregierung betonte die Notwendigkeit einer konsequenten und zielgerichteten Integrationsarbeit: „Integration heißt fördern und gleichzeitig klare Regeln einfordern. Wenn wir junge Menschen begleiten, stehen der Erwerb der deutschen Sprache, der Respekt vor unserer Werteordnung und das aktive Miteinander im Mittelpunkt. Nur so gelingt eine echte und gelungene Teilhabe an unserer Gesellschaft.“

Gudrun Quenzel, die an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg lehrt, schilderte in ihrem Vortrag auf Basis der aktuellen Vorarlberger Lebensweltstudie 2025 die unterschiedlichen Werte und Einstellungen der 14- bis 18-jährigen Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte bezüglich Freizeit, Bildung, Schule, Beruf und gesellschaftlichem Zusammenleben. Sie zeigte dabei Entwicklungen und aktuelle Trends auf. Großes Interesse fand beim Publikum auch die Gelegenheit zum Austausch im Gespräch mit Fachleuten aus verschiedensten Bereichen – mit Annette Bernhard von der aha Jugendinfo Vorarlberg, Andreas Pichler vom BIFO Bildungs- und Berufsberatungszentrum Vorarlberg, Kinder- und Jugendanwalt Christian Netzer, Nina Tschaler von der Offenen Jugendarbeit Feldkirch sowie Eva Grabherr von der Projektstelle für Zuwanderung und Integration „okay.zusammen leben“.

Landesrat Klien und Landesstatthalter Bitschi dankten den Organisatoren und Teilnehmenden der Integrationskonferenz für ihr Engagement und Interesse. Die Veranstaltung ermögliche es, im breiten Austausch das Thema zu erörtern und die Zukunftsperspektiven junger Menschen in Vorarlberg zu unterstützen.

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