| Datum | 13.10.2026 |
| Subjekt | KfW Bankengruppe |
| Region | Deutschland |
| Kategorie | Bankwesen, Finanzen und Investitionen, Handel und Wirtschaft |
Energiekosten treiben das Kreditgeschäft – nachhaltige Belebung bleibt vorerst aus.
Das Kreditneugeschäft der Banken mit Unternehmen zog im zweiten Quartal 2026 mit einem Plus von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr kräftig an. Es ist der stärkste Zuwachs seit Ende 2022, als das Kreditgeschäft infolge des Energiepreisschocks nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine stark anstieg. Zu den jetzigen Treibern zählten vor allem ein energiepreisbedingt höherer Liquiditätsbedarf, vermutete Vorzieheffekte angesichts der steigenden Zinsen, aber auch längerfristige Ausleihungen für Unternehmensprojekte.
Für die zweite Jahreshälfte wird jedoch eine Abschwächung des Kreditwachstums erwartet. Zwar dürften Mehrausgaben für Betriebsmittel und leicht anziehende Investitionen das Neugeschäft etwas stützen; die hohe geopolitische Unsicherheit, das weiter steigende Zinsniveau und die restriktive Kreditvergabe der Banken bremsen jedoch einen nachhaltigen Neugeschäftsaufschwung.
KfW-Kreditmarktausblick Oktober 2026(PDF, 143 KB, barrierefrei)
https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_909312.html