| Datum | 8.10.2026 |
| Subjekt | Südzucker AG |
| Autor | Wolfgang Kraus |
| Telefon | +49 621421428 |
| Kontakt | <div> <div> <span> Head of Corporate Communication </span> <h3>Dr. Wolfgang Kraus</h3> <span>[email protected]</span> +49 621 421-428 </div> <div> <span> Head of Investor Relations </span> <h3>Andreas Rothe</h3> <span>[email protected]</span> +49 621 421-240 </div> </div> |
| Region | Deutschland |
| Kategorie | Wirtschaft, Unternehmen, Lebensmittelindustrie |
Der Konzernumsatz der Südzucker AG blieb im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 (1. März - 31. August 2026) mit 4.188 (Vorjahr: 4.199) Millionen Euro stabil. Während der Umsatz im Segment Zucker moderat und im Segment Stärke leicht rückläufig war, konnte er in den Segmenten CropEnergies, Frucht und Spezialitäten moderat gesteigert werden.
Das operative Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich auf 303 (Vorjahr: 189) Millionen Euro. Dabei stand einer deutlichen Verbesserung in den Segmenten Spezialitäten, Stärke und CropEnergies ein moderater Rückgang im Segment Frucht gegenüber. Im Segment Zucker konnte das negative operative EBITDA deutlich reduziert werden.
„Wir arbeiten in der gesamten Gruppe intensiv daran, unsere Effizienz zu steigern und Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu senken“, sagt Südzucker-CEO Dr. Niels Pörksen. „Dabei sind wir auf einem guten Weg und sehen erste Erfolge.“
Der Umsatz im Segment Zucker sank moderat auf 1.269 (Vorjahr: 1.389) Millionen Euro. Dieser Rückgang ist sowohl auf nochmals niedrigere Zuckerpreise als auch auf eine geringere Absatzmenge zurückzuführen. Das negative operative EBITDA konnte auf –24 (Vorjahr: –46) Millionen Euro reduziert werden. Diese deutliche Ergebnisverbesserung wurde trotz des geringeren Umsatzes durch nochmals reduzierte Herstellkosten in der Kampagne 2025 erreicht. Durch die trockenheitsbedingt schlechteren Ernteerwartungen nahmen im zweiten Quartal 2026/27 die Belastungen durch die erwartete Unterauslastung der Verarbeitungskapazitäten in der Kampagne 2026 (Leerkosten) zu.
Nach einem guten Saisonstart führten anhaltende Hitze, außergewöhnlich geringe Niederschläge und damit eine ausgeprägte Dürre seit Juni zu einer deutlichen Verschlechterung der Rübenbestände und damit zu einem deutlichen Rückgang der erwarteten Rübenerträge. Besonders in Süddeutschland und in Frankreich herrschten extreme Witterungsbedingungen, die erhebliche Trockenschäden verursachten. Zusätzlich belasten SBR und Stolbur in Süddeutschland sowie Virusvergilbung und Lixus- und Rhizopus-Schäden in Frankreich die Ertragsaussichten. Die regionalen Niederschläge im August konnten die Folgen der Dürre nur teilweise abmildern. Aufgrund der geringeren Anbauflächen und deutlich schwächeren Ertragserwartungen wird für die Kampagne 2026 eine deutlich geringere Zuckerproduktionsmenge als im Vorjahr erwartet.
Im Segment Spezialitäten stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr moderat auf 1.131 (Vorjahr: 1.076) Millionen Euro, getragen von einer insgesamt höheren Absatzmenge. Das operative EBITDA verzeichnete einen deutlichen Anstieg auf 140 (Vorjahr: 115) Millionen Euro. Insgesamt höhere Absatzmengen sowie teilweise niedrigere Kosten konnten die Auswirkungen der teilweise rückläufigen Preise überkompensieren.
Im Segment CropEnergies konnte der Umsatz, trotz insgesamt leicht rückläufiger Absatzvolumina, aufgrund deutlich höherer Preise für erneuerbares Ethanol auf 438 (Vorjahr: 402) Millionen Euro moderat gesteigert werden. Das operative EBITDA lag mit 68 (Vorjahr: 4) Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr. Dabei haben sich im Berichtszeitraum deutlich höhere Preise für erneuerbares Ethanol und deutlich niedrigere Nettorohstoffkosten positiv ausgewirkt.
Im Segment Stärke ging der Umsatz leicht auf 456 (Vorjahr: 474) Millionen Euro zurück. Dabei wirkten höhere Absatzmengen bei den Hauptprodukten sowie gestiegene Ethanolpreise den geringeren Verkaufspreisen für Stärke- und Verzuckerungsprodukte entgegen. Insbesondere der Absatz von nativen und modifizierten Stärken entwickelte sich zufriedenstellend. Das operative EBITDA lag mit 36 (Vorjahr: 29) Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr. Wesentliche Ursache dafür war der Anstieg der Margen im Bereich Ethanol. Die Verkaufspreise für Hauptprodukte – mit Ausnahme von Ethanol – lagen unter dem Vorjahresniveau; auch die Rohstoffpreise gingen zurück.
Im Segment Frucht erhöhte sich der Umsatz moderat auf 894 (Vorjahr: 858) Millionen Euro. Das operative EBITDA entwickelte sich leicht rückläufig auf 83 (Vorjahr: 87) Millionen Euro.
Die Prognose für den Konzern wurde am 28. September 2026 angepasst. Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird nun ein Konzernumsatz zwischen 8,3 und 8,7 (bisherige Prognose: 8,1 bis 8,5; 2025/26: 8,4) Milliarden Euro erwartet. Das operative Konzern-EBITDA wird für das Geschäftsjahr 2026/27 nun in einer Bandbreite zwischen 540 und 680 (bisherige Prognose: 480 bis 680; 2025/26: 535) Millionen Euro gesehen. Auf Basis eines erwarteten stabilen Capital Employed wird ein deutlicher Anstieg des ROCE prognostiziert (2025/26: 2,7 Prozent).
„In der konkretisierten Prognose spiegeln sich auch die ersten Erfolge der in den letzten 12 Monaten eingeleiteten Maßnahmen in den operativen Zahlen wider“, sagt Dr. Niels Pörksen und führt weiter aus: „Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen, um so auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erfolgreich zu sein.
Insgesamt sind die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Situation auf den künftigen Geschäftsverlauf der Südzucker-Gruppe weiterhin nur schwer abschätzbar.