Veranstaltungsbeginn m 7. Oktober nun richtig gestellt. Wir bitten um Beachtung.
Bereits heute werden bundesweit mehr als die Hälfte aller pflegebedürftigen Menschen durch An- und Zugehörige gepflegt, die dafür teils Arbeitszeit reduzieren oder temporär die Berufstätigkeit einstellen. Im Land Bremen werden rund 33.500 Menschen ausschließlich durch Familie und Freunde versorgt. Das sind 70 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen. Pflegende An- und Zugehörige werden daher sprichwörtlich als der "größte Pflegedienst Deutschlands" bezeichnet. Deshalb setzt Bremen auf Angebote, die pflegende Angehörige entlasten und unterstützen.
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz sagt anlässlich morgigen (6. Oktober) Europäischen Tags der pflegenden Angehörigen: "Familie und Freunde – insbesondere Frauen – sind das Rückgrat der Pflege in Deutschland. Auch in den kommenden Jahren wird es bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zunehmend auf An- und Zugehörige ankommen. Deren Belastung ist unterschiedlich, aber stets ein Spagat zwischen beruflichen, familiären und pflegerischen Anforderungen. Dass der Bund die geplante Absenkung der Rentenpunkte für pflegende Angehörige wieder gestrichen hat, begrüße ich. Wichtig ist nun, dass die zwingend nötige Pflegereform auch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige bringt."
Bremen setzt auf die Förderung und Weiterentwicklung regionaler Netzwerke und quartiersbezogener Angebote, um An- und Zugehörige zu entlasten und pflegerische Versorgung möglichst passgenau zu gestalten. Bereits seit mehr als 50 Jahren sorgen 17 Dienstleistungszentren in Bremen für Unterstützungs- und Entlastungsangebote pflegender Angehöriger. Auch in Bremerhaven wurde mit der "Heidjer Hilfe" ein kommunales Angebot gestartet, das unter anderem derartige Angebote koordiniert. Zudem gibt es neben den Beratungsstrukturen der Pflegekassen im Land Bremen drei Pflegestützpunkte mit zwei Außenstellen sowie das spezialisierte Beratungsangebot der Demenz Informations- und Koordinierungsstelle e.V. (DIKS) als erste Anlaufstellen für pflegende Angehörige.
Aktuell wird die Demenzstrategie für Bremen erarbeitet. Auch dabei wird der Fokus unter anderem auf die Entlastung von pflegenden An- und Zugehörigen gelegt. Dazu veranstalten die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten, die Arbeitnehmerkammer Bremen und die DIKS eine Podiumsdiskussion am Mittwoch (7. Oktober 2026) ab 15 Uhr in der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (Faulenstraße 14-18, 28195 Bremen). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@frauen.bremen.de.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de