+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute im Asylbereich eine positive Zwischenbilanz für die ersten sieben Monate des Jahres 2026 gezogen. Der Neuzugang von Asylbewerbern ist mit rund 5.800 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (8.900) erneut um rund 35 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 (18.800) beträgt das Minus sogar 69 Prozent. Die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen lag von Januar bis Juli 2026 bei 10.261. „Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass weiterhin deutlich mehr Flüchtlinge Bayern verlassen als Asylbewerber neu ankommen. Dieser Trend verfestigt sich zunehmend und zeigt: Unser konsequenter Kurs in der Migrationspolitik wirkt. Wir werden auch weiterhin mit aller Kraft daran arbeiten, dass geltendes Recht durchgesetzt wird und Menschen ohne Bleiberecht unser Land zügig wieder verlassen“, erklärte Herrmann. Weniger Flüchtlinge in Bayern bedeuten zugleich eine Entlastung der Kommunen und weniger Aufgaben des Freistaats Bayern für Unterkunft und Verpflegung. +++
Die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen, zu denen sowohl freiwillige Ausreisen als auch Abschiebungen zählen, lag in Bayern auch in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 auf hohem Niveau und entsprach etwa den Zahlen des Vorjahreszeitraums (10.869). Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der geförderten freiwilligen Ausreisen, die mit 2.207 ein Plus von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen. „Dass immer mehr Ausreisepflichtige den Weg der geförderten freiwilligen Ausreise wählen, ist ein gutes und wichtiges Signal. Es zeigt, dass unsere Beratungs- und Rückkehrangebote greifen, und entlastet zugleich die Behörden vor Ort. Neben den Fördermöglichkeiten über bestehende Bund-Länder-Programme und europäische Mittel verfügt Bayern ergänzend dazu über ein eigenes Rückkehrförderprogramm“, so Herrmann.
Der leichte Rückgang bei den Abschiebungen sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass derzeit – als positiver Effekt der Grenzkontrollen und Zurückweisungen von Asylbewerbern aus sicheren Drittstaaten – deutlich weniger Asylbewerber aus anderen EU-Ländern nach Deutschland einreisen, die sogenannten „Dublin-Fälle“. „Das ist keine Schwäche, sondern eine direkte Konsequenz der erfolgreichen Migrationspolitik“, erklärte der Minister. Die Zahl der Abschiebungen direkt in die Herkunftsländer außerhalb der EU konnte demgegenüber im Vergleich zum Vorjahr mit fast 7 Prozent erneut gesteigert werden.