Gerlach: 196 Medizinstudienplätze über Landarzt- und ÖGD-Quote vergeben – Großes Interesse an Programmen zur Stärkung der medizinischen Versorgung auf dem Land

26.8.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Im Auswahlverfahren für die bayerische Landarzt- und ÖGD-Quote steht jetzt fest, wer einen der begehrten Medizinstudienplätze bekommt. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Mittwoch hingewiesen. Sie betonte: „Zum bevorstehenden Semesterstart können über die Landarztquote 182 künftige Landärztinnen und Landärzte ihr Studium beginnen. 14 Studienplätze gehen zudem über die ÖDG-Quote an Kandidatinnen und Kandidaten, die nach dem Abschluss als Medizinerinnen oder Mediziner im Öffentlichen Gesundheitsdienst arbeiten werden.“

Gerlach ergänzte: „Der Arztberuf ist und bleibt einer der beliebtesten Berufswünsche für viele junge Menschen. Mit der Landarztquote eröffnen wir auch Bewerberinnen und Bewerbern ohne 1,0-Abitur den Weg ins Medizinstudium, wenn sie sich verpflichten, später dort tätig zu sein, wo der Bedarf an ärztlicher Versorgung besonders groß ist.“

Seit Einführung der Landarztquote im Jahr 2020 haben bereits 743 Studierende ein Studium über die Quote aufgenommen. Zum Wintersemester 2026/27 kommen nun weitere 182 dazu. Dabei haben sich in diesem Jahr rund 400 Interessierte beworben. Die Landarztquote sieht vor, dass bis zu acht Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern für Bewerberinnen und Bewerber vorgehalten werden, die später für mindestens zehn Jahre eine hausärztliche oder kinder- und jugendärztliche Tätigkeit aufnehmen – und zwar in einer Region, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist.

Über die ÖGD-Quote studieren mittlerweile 81 Studierende Humanmedizin an bayerischen Universitäten. Zum Wintersemester 2026/2027 kommen 14 dazu. Für Studierende der ÖGD-Quote werden 1,8 Prozent aller Medizinstudienplätze vorgehalten. Sie verpflichten sich entsprechend zu einer Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Das Programm läuft seit 2021.

Die Ministerin erläuterte: „Die an den Studienplätzen Interessierten müssen sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchsetzen. Am Ende ist die persönliche Eignung ausschlaggebend. Nachgewiesen werden kann diese beispielsweise durch eine vorhandene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf oder ehrenamtliches Engagement beim Rettungsdienst oder Wohlfahrtsverbänden.“

Die ersten Hausärztinnen und -ärzte werden nach ihrem Studium und der fachärztlichen Weiterbildung voraussichtlich im Jahr 2031 ihre Arbeit aufnehmen. Die ersten Absolventinnen und Absolventen der ÖGD-Quote werden voraussichtlich im Jahr 2029 ihre Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern aufnehmen.


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