Zwei Wege, ein gemeinsames Ziel: Francis und Fredy sind diplomierte Rettungssanitäter HF

25.8.2026 - | Kantonsspital Winterthur

Der eine entdeckte den Beruf während seiner Zeit als Sanitätssoldat, der andere wollte ursprünglich zur Feuerwehr. Heute haben beide ihre Ausbildung zum diplomierten Rettungssanitäter HF abgeschlossen und starten als ausgebildete Rettungsprofis in ihren Berufsalltag.

Unterschiedliche Wege, dieselbe Begeisterung

Für Fredy begann alles während der Rekrutenschule und den späteren Wiederholungskursen als Sanitätssoldat. Dort arbeitete er bei nationalen Grossanlässen mit verschiedenen Rettungsdiensten zusammen und stellte schnell fest, was ihn an diesem Beruf besonders fasziniert. «Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter sind wie Detektive. Mit wenigen Mitteln versuchen sie herauszufinden, was die Beschwerden einer Patientin oder eines Patienten auslöst. Und erstaunlich oft liegen sie bei der Verdachtsdiagnose richtig.»

Francis fand seinen Weg über das Interesse an Medizin. Eigentlich wollte er zur Feuerwehr und absolvierte nebenbei einige Kurse in Erster Hilfe. Mit jedem Kurs wuchs seine Begeisterung für die präklinische Notfallmedizin. «Mich begeistert die Vielseitigkeit des Berufs Rettungssanitäter und wie viel medizinisches Wissen dazugehört.»

Warum der Rettungsdienst Winterthur?

Obwohl Fredy in Winterthur lebt, war der Rettungsdienst Winterthur zunächst nicht seine erste Wahl. Er hatte Respekt davor, möglicherweise bekannte Personen in Notfallsituationen zu betreuen. Rückblickend sagt er jedoch klar: «Es war die beste Entscheidung.» Besonders schätzt er das dynamische Team, das abwechslungsreiche Einsatzgebiet und die Möglichkeit, dank hohem Einsatzaufkommen schnell wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Auch Francis überzeugte genau diese Kombination. Für ihn bietet der Rettungsdienst Winterthur die ideale Mischung aus Stadt- und Landeinsätzen. Ebenso wichtig war für ihn die Teamkultur. «Das Team ist sehr kollegial und unterstützend. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt.»

An Herausforderungen wachsen

Die Ausbildung verlangte beiden viel ab. Fredy musste sich nach längerer Zeit wieder an den Schulalltag gewöhnen und gleichzeitig den Anforderungen im Betrieb gerecht werden.
Francis beschreibt eine andere Herausforderung. Die vielen Inputs von Berufsbildenden und Kolleginnen und Kollegen einzuordnen und daraus mitzunehmen, was für das eigene Lernen wichtig ist. Gerade dieser Prozess machte für ihn den Reiz der Ausbildung aus. «Nach einem Einsatz zu reflektieren, was nicht optimal gelaufen ist, sich zu verbessern und später zu merken, dass diese Punkte plötzlich funktionieren, das ist unglaublich motivierend.»

Eine Ausbildung fürs Leben

Neben dem medizinischen Wissen haben beide auch persönlich viel mitgenommen. Fredy erinnert sich an den Rat eines Arbeitskollegen, der ihn bis heute begleitet: «Fredy mach langsam, es eilt!» Für ihn bedeutet das, Aufgaben Schritt für Schritt anzugehen, korrekt zu erledigen und sich dabei auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Francis nimmt vor allem den Wunsch mit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln sowohl beruflich als auch persönlich. «In diesem Beruf gibt es immer etwas Neues zu lernen, genau das macht ihn so spannend.»

Mit Vorfreude in den Berufsalltag

Nach drei intensiven Ausbildungsjahren freuen sich beide darauf, den Fokus nun ganz auf ihr neues Berufsleben legen zu können. Fredy blickt den ersten Ferien ohne Lernunterlagen entgegen und freut sich darauf, künftig gemeinsam mit seinen ehemaligen Mitstudierenden auszurücken. Francis möchte seinen eigenen Stil als Rettungssanitäter weiterentwickeln und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen.

Kurz und persönlich

Fredy beschreibt seine Ausbildungszeit mit drei Worten: herausfordernd – spannend – vielseitig. Sein persönliches Highlight war das Wahlpraktikum bei den Frontenac Paramedics in Kingston, Kanada. Für ihn macht den Beruf vor allem eines so besonders: «Man erlebt als Rettungssanitäter die ersten Atemzüge eines Menschenlebens und oft auch die letzten.»

Francis fasst seine Ausbildung so zusammen: abwechslungsreich – spannend – lehrreich. Seine Botschaft an zukünftige Studierende ist ebenso einfach wie motivierend: «Es ist der beste Beruf der Welt. Gebt nie auf und hört nie auf, euch weiterzuentwickeln.»

Mit dem Diplomabschluss beginnt für Francis und Fredy ein neuer Abschnitt. Wir freuen uns, dass beide im Team bleiben und ihre Fähigkeiten weiterhin für die Bevölkerung in der Region Winterthur einsetzen.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem wichtigen Meilenstein! Unser Dank gilt auch allen Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, dem gesamten Team sowie der Höheren Fachschule für Rettungsberufe die Francis und Fredy während ihrer Ausbildungszeit begleitet, gefördert und unterstützt haben.


https://www.ksw.ch/news/zwei-wege-ein-gemeinsames-ziel