Zum 1. Juli 2026 Prof. Dr. Silke Pawils übernimmt W2-Professur für Versorgungsforschung für das Kindes- und Jugendalter

15.8.2026 - Redaktion | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zum 1. Juli 2026 hat Prof. Dr. Silke Pawils eine W2-Professur für Versorgungsforschung für das Kindes- und Jugendalter unter besonderer Berücksichtigung von Kinderschutz an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) angetreten. Die Ernennung durch die Rektorin fand am 17. Juni statt. Organisatorisch angebunden ist sie an die Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD).

Prof. Dr. Silke Pawils studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit ab 1993 Psychologie an der Universität Hamburg. Nach dem Studium nahm sie eine Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf, um dort 2002 zu promovieren und 2018 die Habilitation als Medizinpsychologin abzuschließen. In diese Zeit fiel auch die Geburt von drei Kindern und die thematische Vertiefung auf das Forschungsgebiet Prävention im Kindes- und Jugendalter.

Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Laufbahn liegt damit auf dem Schutz der vulnerabelsten Gruppe der Gesellschaft, den Kindern. Diesen Schwerpunkt wird sie auch in Düsseldorf weiter verfolgen. „Für mich steht dabei stets die Frage im Zentrum, wie Hilfen Kinder und Familien frühzeitig erreichen, Risiken verlässlich erkannt und wirksame Unterstützungsangebote dauerhaft in die Regelversorgung überführt werden können“, berichtet Prof. Dr. Pawils.

Diesen Fragen der Versorgungs- und Kinderschutzforschung wird sie sich auch in ihrer neuen Position in Düsseldorf widmen. Auch im Trube-Becker-Haus wird Prof. Dr. Pawils evaluativ begleitend tätig sein. Dort sollen Kinder und Familien, die von Gewalt betroffen sind, nach Fertigstellung interdisziplinär professionelle Unterstützung erfahren. Unter einem Dach werden hier in Zukunft die Rechtsmedizinische Ambulanz für Gewaltopfer des Institutes für Rechtsmedizin (UKD), das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) der UKD-Kinderklinik und das Childhood-Haus Düsseldorf vereint sein.

Neben der wissenschaftlichen Begleitung der Versorgung im Trube-Becker-Haus wird Prof. Dr. Pawils außerdem Kinderschutzinterventionen hinsichtlich deren gesundheitsökonomischen Outcomes untersuchen, die Gesundheitskompetenz von Eltern mit und ohne sprachlichen Barrieren (z. B. in Bezug auf Frühkindlicher Karies, Dental Neglect oder Adipositas) fokussieren und das Themenfeld psychische Erkrankungen von Eltern mittels digitaler Interventionen wissenschaftlich voranbringen. Darüber hinaus setzt sie sich für mehr kinderschutzbezogene Lehrinhalte im Studium der Medizin, der Psychologie und der Pädagogik ein.

„Ich betreibe Versorgungs- und Kinderschutzforschung mit großer Leidenschaft und einem doppelten Anspruch: Sie soll scientific impact entfalten und zugleich als social impact spürbar das Leben von Kindern und Familien verbessern – durch konkrete, zugängliche und wirksame Wege zu Schutz und Hilfe“, erzählt Prof. Dr. Pawils.


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